100 Jahre Möbel Neust
18. Auflage | 2026

Möbel-Informationsbroschüre

Der Gütepass als durchgehender HTML-Ratgeber für Nutzung, Reinigung und Pflege Ihrer neuen Möbel und Küche.

Damit Möbel lange Freude machen

Herzlichen Glückwunsch zu Ihrer Kaufentscheidung. Damit Sie viel Freude an Ihren Möbeln und Ihrer Küche haben, finden Sie hier die produkt- und warentypischen Eigenschaften, Hinweise zu Licht, Sonne, Raumklima sowie konkrete Empfehlungen zur Reinigung und Pflege als echte HTML-Landingpage.
Ein guter Ratgeber - ein ganzes Möbelleben lang.

Raumklima

Empfohlen sind 18 bis 23 °C und eine relative Luftfeuchtigkeit von etwa 40 bis 55 %. Das schützt Menschen, Möbel und Oberflächen.

Sachgemäßer Gebrauch

Möbel sind für den allgemeinen Wohnbedarf gemacht. Belastbarkeit, Montage- und Herstellerhinweise sind immer maßgeblich.

Unterhaltspflege

Regelmäßige, materialgerechte Reinigung und Pflege erhält Optik, Funktion und Lebensdauer Ihrer Möbel.

Reinigung und Pflege

Schmutz und Gebrauchsspuren werden entfernt, Pflege schützt und erhält die Oberfläche. Entscheidend ist immer das jeweilige Material.

Küche und Geräte

Arbeitsplatten, Fronten, Spülen, Dunstabzug, Elektrogeräte und Fugen brauchen besondere Aufmerksamkeit im Alltag.

Materialien und Oberflächen

Holz, Leder, Glas, Keramik, Stein, Lack, Kunstleder und textile Bezüge haben eigene Eigenschaften und Pflegeanforderungen.

Vollständiger A-Z Ratgeber

Die Inhalte der Möbel-Informationsbroschüre sind hier fortlaufend als HTML aufbereitet. Nutzen Sie die Sprungmarken oben, um schnell in den gewünschten Themenbereich zu wechseln.

Allgemeine Informationen und Hinweise

Nachstehend finden Sie, alphabetisch sortiert, viele wichtige Informationen über allgemeine Produkteigenschaften und die bestimmungsgemäße Verwendung Ihrer Möbel und Einrichtungsgegenstände. Bitte gut aufheben. Produktinformationen sind grundsätzlich zu beachten. Bitte deshalb die allgemeinen und die für Sie zutreffenden Informationen unbedingt lesen. Bei Fragen stehen wir Ihnen natürlich gerne zur Verfügung.

Damit Sie viel und lange Freude an Ihren Möbeln haben, möchten wir Sie umfassend über wichtige produkt- und warentypische Eigenschaften aufklären. Dazu gehören natürliche Gebrauchsveränderungen durch die übliche tägliche Nutzung und Nutzungsintensität. Weiterhin durch Licht, Sonne und Ihr Raumklima (Temperatur und Luftfeuchte), sowie die Beachtung der Sorgfaltspflichten zu den Reinigungs- und Pflegehinweisen, die sog. Unterhaltspflege. Gerade das Raumklima ist für Menschen und Möbel sehr wichtig: Mediziner und Wissenschaftler empfehlen für Innenräume im Jahresdurchschnitt eine Temperatur von 18 bis 23 °C und eine relative Luftfeuchtigkeit von 40 bis 55 %. Das ist für unsere Gesundheit von großer Bedeutung, besonders aber für Allergiker und Asthmatiker. Auf diese optimalen Raumklima-Werte sind auch die Möbel gemäß DIN 68 100, DIN 18355, RAL-GZ 430 usw. ausgerichtet. Achten Sie deshalb bitte auf ausreichende Frischluft in Ihren Räumen. Sinkt die Luftfeuchtigkeit nämlich zu stark ab, kann es neben warentypischen Veränderungen Ihrer Möbel auch zu unangenehmen elektrostatischen Aufladungen in Verbindung mit Elektrosmog kommen, z. B. durch TV-Flachbildschirme, synthetische Teppichböden, Textilien und Polstermaterialien, oder auch zu starkem Austrocknen bei Massivholz. Elektrostatische Aufladung ist also in der Regel kein Materialfehler, sondern wird fast immer durch zu trockene Luft in Verbindung mit Kunststoffen und Reibung ausgelöst.

Grundlagen für die Möbel-Informationsbroschüre sind die technischen Regelwerke wie DIN-, EN- und ISO-Normen, die anerkannten Regeln der Technik dokumentiert in AMK-, BVI-, VWI-Merkblätter u.v.m.. Für erhöhte Qualitäts- und Umweltanforderungen sind die RAL-GZ 430 und der RAL-UZ, z. Zt. in der aktuellen Ausgabe gültig. Unsere Möbel werden für den „allgemeinen Wohnbedarf“ nach warentypischen Anforderungen und Ergonomien produziert und sind nach industriellen Maßstäben hergestellt. Möbel vom Handwerker sind i. d. R. Einzelfertigungen. Darin bestehen große Unterschiede. Bei industrieller Fertigung entstehen Fertigungstoleranzen z. B. bei Maßen, Farben, Struktur und Wachstumsmerkmalen. Diese sind ebenfalls festgehalten in den hierfür einschlägigen DIN-Normen (z. B. DIN 68100) oder der RAL-GZ 430 und sind gültig für den jeweiligen Neuzustand bei Lieferung und Montage oder für Abholwaren. Für die Nutzung im Objektbereich, (z. B. Büro, öffentliche Einrichtungen, Gastronomie, Hotels, Kliniken), private Dauernutzung (z. B. durch pflegebedürftige, mobilitätseingeschränkte oder schwer kranke Personen usw.) sind die Möbel für den Wohnbereich keinesfalls vorgesehen! Für alle Produkte und Gebrauchsgegenstände gilt der Grundsatz: Nichts bleibt neu oder hält ewig.

GEWÄHRLEISTUNG

Sollten Sie sich als Verbraucherin oder als Verbraucher zum Kauf neuer Möbel oder einer neuen Küche entscheiden, so steht Ihnen selbstverständlich das gesetzliche Mängelhaftungsrecht zu. Dies betrifft Ihre gesetzlichen Gewährleistungsrechte als unabdingbare Mindestrechte für den Fall des Vorhandenseins oder des Auftretens von Mängeln innerhalb der Gewährleistungsfrist. Als Kunde haben Sie einen Anspruch darauf, dass Ihre gekaufte Sache frei von Sachmängeln ist, dass sie die vereinbarte Beschaffenheit aufweist und den anerkannten Regeln der Technik entspricht.

GARANTIE

Unter einer Garantie versteht man ein zusätzliches, die gesetzliche Mängelhaftung – Gewährleistung – verstärkendes und ergänzendes Recht. Die Garantiehaftung besteht neben und unabhängig von der gesetzlichen Mängelhaftung. Garantien können sowohl von uns als Ihrem Verkäufer, als auch von Dritten, insbesondere Herstellern oder Versicherern, übernommen werden. Garantien beziehen sich auf die Beschaffenheit der Sache (Beschaffenheitsgarantie) oder darauf, dass die Sache für eine bestimmte Dauer eine bestimmte Beschaffenheit behält (Haltbarkeitsgarantie). Ein Garantiefall ist das Auftreten von Sachmängeln oder das Entfallen der Haltbarkeit während der Garantiedauer. Tritt der Garantiefall ein, so stehen dem Garantienehmer die Leistungen zu den in der Garantieerklärung enthaltenen Bedingungen des jeweiligen Garantiegebers zu. Dies geschieht unbeschadet seiner gesetzlichen Ansprüche. Art und Umfang des Garantieanspruchs richten sich nach dem Inhalt der Garantieerklärung. Diese Ansprüche sind nicht von einem Verschulden des Garantiegebers abhängig. Bitte bedenken Sie jedoch, dass Ansprüche aus Garantien nur bestehen, wenn entweder wir als Ihr Verkäufer oder Dritte, z. B. der Hersteller, auch tatsächlich eine Garantie übernommen haben. Wenn Sie eine berechtigte Reklamation haben, können Sie sich auf die gesetzlichen Gewährleistungsrechte berufen. Diese betragen im Normalfall zwei Jahre. Die gesetzlichen Möglichkeiten sehen dabei auch zwei Nachbesserungsversuche für den Händler bzw. Hersteller vor. Gewährleistungsansprüche sind von „freiwilligen Garantieleistungen“ strikt zu unterscheiden.

SACHGEMÄSSER GEBRAUCH

Bitte achten Sie darauf, dass Ihre Möbel nur ihrem Zweck gemäß verwendet werden. Lesen Sie dazu unbedingt die Gebrauchsanweisungen! Der Hersteller stellt Möbel & Küchenmöbel mit größter Sorgfalt unter Beachtung aller Normen her. Die Möbel & Küchenmöbel sind für den allgemeinen Wohnbedarf geeignet. Nun liegt es an Ihnen, sich durch sachgemäßen Gebrauch und regelmäßige Unterhaltspflege viele Jahre Freude an der Anschaffung zu ermöglichen.

REINIGUNG & PFLEGE

Im Glossar von A bis Z finden Sie zu vielen Stichwörtern auch grundlegende Hinweise zur Reinigung und Pflege Ihrer neuen Möbel & Küche.

REINIGUNG BEDEUTET: Schmutz, Staub und alltägliche Gebrauchsspuren werden entfernt.

PFLEGE HINGEGEN HEISST: Es wird ein Produkt aufgetragen, das die Oberfläche schützt oder erhält – vergleichbar mit dem Eincremen der Haut.

WICHTIG: Ob und in welchem Umfang eine Pflege überhaupt erforderlich ist, hängt vom jeweiligen Material ab. In jedem Fall gilt: Die Hinweise in den produktspezifischen Gebrauchsanweisungen des Herstellers sind immer maßgeblich und vorrangig zu beachten. Bei Unsicherheiten wenden Sie sich bitte an Ihren Fachberater – er kennt die passenden Empfehlungen für Ihre Materialien.


A-Z Ratgeber

ABFÄRBUNGEN

Auf hellen oder einfarbigen Bezugsmaterialien können „nicht farbechte“ Textilien, wie z. B. Jeans, T-Shirts, Lederprodukte, durch Körperkontakt, aber auch Kissen und Decken, leicht abfärben, besonders bei kräftigen Farben. Dies lässt sich bei den meisten Stoffbezügen nicht entfernen und bei zugerichteten (beschichteten) Ledern nur noch im Anfangsstadium. Dabei liegt kein berechtigter Beanstandungsgrund am Möbel vor, denn die Verursacher sind fremde, nicht farbechte Produkte und Materialien, z. B. Jeans.

ABHOLMÖBEL UND SELBSTMONTAGE

Bitte denken Sie daran: Ab der Kasse oder Abholrampe sind Sie der Eigentümer der Ware und somit für diese verantwortlich. Bitte lesen Sie unbedingt die Herstellerangaben und dazu in unserem Glossar unter den jeweiligen Warengruppen nach. Informationen darüber erhalten Sie aber auch bereits an den Kassen, im Lager oder an der Abholrampe. Bei Selbstabholung, Transport und Eigenmontage kommt es häufig zu Fehlern, die leicht vermeidbar gewesen wären. Elektro- und Installationsarbeiten dürfen nur von autorisiertem Fachpersonal durchgeführt werden. Bei den Maßangaben handelt es sich grundsätzlich um ca.-Maße. Deshalb haben wir für Sie die wichtigsten Punkte noch einmal extra aufgelistet.

Achten Sie bitte immer auf die Stand- oder Hängesicherheit Ihrer selbstmontierten Möbel. Bei wand- und/oder deckenbefestigten Hängemöbeln ist unbedingt auf die sichere und vor allem geeignete Verdübelung in Ihrem spezifischen Mauerwerk zu achten und ob dieses Ihren Möbeln standhält. Oft müssen Möbelteile, vor allem hohe Möbel, durch eine Wandbefestigung zusätzlich gegen Kippen gesichert werden. Kontrollieren Sie auch die Belastbarkeit der einzelnen Produkte. Aus Sicherheitsgründen empfehlen wir, ab einer Höhe von ca. 100 cm für Korpusmöbel/Schrankteile eine Wandbefestigung vorzunehmen. Möbelmontage ist Facharbeit, und um eine fehlerhafte Montage zu vermeiden, fragen Sie im Zweifelsfall bitte uns, denn als Möbelfachhändler sind wir natürlich auch nach dem Kauf Ihr Ansprechpartner. Beachten Sie bitte auch die entsprechenden Montageanleitungen, die den Produkten/Waren beigelegt sind.

→ EMPFEHLUNG: Siehe Abholanweisung am Ende dieser Broschüre, Lieferung und Montage, Transport.

ACRYL

Acryl ist ein Kunststoff mit einer hohen Dichte, sehr lichtbeständig, äußerst stoßfest, thermisch verformbar und weist eine hohe Beständigkeit gegenüber gebräuchlichen Haushaltschemikalien auf. Für Küchenfronten werden meist hochglänzende Produkte verwendet.

ACHTUNG: Beachten Sie vor Inbetriebnahme der Küche bei Acrylfronten unbedingt die besonderen Pflegeanweisungen des Herstellers und nehmen Sie dazu nur die von ihm empfohlenen Mittel. Acryl bitte nicht mit Mikrofasertüchern reinigen. Auch keine Wisch-Desinfektionsmittel verwenden, die führen zu irreversiblen Schäden. Im Zweifelsfall fragen Sie Ihren Küchenspezialisten.

ALLERGIEN

Um allergische Reaktionen vorab zu vermeiden, leiht Ihnen Ihr Fachhändler gerne Materialproben von Küchenmöbeln. Anhand der Mustertüren oder Arbeitsplattenproben können Sie dann die Materialien in Ruhe zu Hause testen. Riechen Sie dazu bitte an den Proben und machen Sie einen Hautkontakttest. Im Zweifelsfall empfehlen wir Allergikern, die Möbelmuster einem Arzt vorzulegen.

AUSSERDEM GILT: Achten Sie beim Kauf besonders auf Qualität und Gütezeichen. Sie garantieren Ihnen, dass eine neue Küche die vorgeschriebenen Kriterien an Schadstoffbegrenzung und Qualität erfüllt. Fragen Sie auch Ihren Küchenspezialisten gezielt nach lösungsmittelarmen Wasserlacken und Kunststoffoberflächen wie Laminat, Acryl oder Melamin. Hierbei handelt es sich um weitgehend ausgehärtete Duroplaste, deren Weichmacheranteil verschwindend gering ist.

ALTMÖBEL-ENTSORGUNG

Die Rücknahme oder Entsorgung von Altmöbeln ist nur möglich, wenn dazu gesonderte schriftliche Vereinbarungen mit dem Kaufvertrag getroffen wurden. Die Möbel müssen sich dazu üblicherweise in einem hygienisch zumutbaren Zustand befinden, demontiert, leer und abholbereit vor der Haustür.

ALUMINIUM

Aluminium bedarf einer schonenden Pflege mit einem weichen, kratzfreien Tuch. Es darf nicht mit alkalischen oder säurehaltigen Mitteln behandelt werden. Wenn Sie sich nicht sicher sind, welche Oberfläche Ihre Geräte haben, fragen Sie bitte Ihren Küchenspezialisten.

ANTI-FINGERPRINT-OBERFLÄCHEN

Matte Fronten und Arbeitsplatten mit Anti-Fingerprint-Beschichtung bieten den Vorteil, dass Fingerabdrücke und leichte Verschmutzungen weniger sichtbar sind – dennoch sind diese Rückstände vorhanden und müssen regelmäßig entfernt werden.

AUCH HIER GILT: Verwenden Sie eine milde, neutrale Reinigungslösung, wischen Sie nebelfeucht nach und trocknen Sie mit einem weichen, sauberen Tuch. Mikrofasertücher, Scheuermittel oder aggressive Reiniger sollten nicht verwendet werden, da sie die Oberfläche beschädigen können.

WICHTIG: Falsch eingesetzte Reinigungsmittel – insbesondere bei Überdosierung – hinterlassen Rückstände, die sich zu einer schwer entfernbaren Schicht aufbauen können. Bitte halten Sie sich daher an die Hinweise des jeweiligen Herstellers. Viele Hersteller bieten speziell abgestimmte Produkte für die tägliche oder intensive Reinigung an, um die Anti-Fingerprint-Wirkung langfristig zu erhalten.

ARBEITSPLATTEN FÜR KÜCHEN (ALLGEMEIN)

Die Auswahl und Qualitätsunterschiede bei Küchenarbeitsplatten sind heute sehr vielfältig. Hier ist eine ausführliche Beratung zu Ihren speziellen Anforderungen sehr wichtig. Die Materialauswahl reicht von Kunststoff über Naturstein wie Granit oder Schiefer, Keramik, Kunststein, Edelstahl und Glas bis hin zu Mosaik und Massivholz. Wenn Sie nicht sicher sind, welche Oberfläche Ihre Arbeitsplatten haben, fragen Sie bitte Ihren Küchenspezialisten. Grundsätzlich gilt: Bitte keine heißen Töpfe oder Pfannen direkt auf die Arbeitsplatten, Fugen und Stoßkanten stellen, sondern Untersetzer verwenden. Auf den Fugen der Arbeitsplattenverbindungen, im Bereich der Kochmulde und Spülmaschine, der Spülenausschnitte oder am Wandabschlussprofil darf sich keinesfalls Staunässe bilden. Keine feuchten oder nassen Tücher zum Trocknen über Fugen oder die Arbeitsplattenvorderkanten legen.

Die Spülmaschine nicht im heißen Zustand zum Trocknen öffnen! Bitte regelmäßig trocken reiben, sonst kann es zu Folgeschäden wie Aufquellen und Fugenschäden etc. kommen. Sonstige Abdichtungen sind üblicherweise Wartungsfugen und müssen gegebenenfalls je nach Nutzungsintensität erneuert werden. Keramik und Granitarbeitsplatten dürfen punktuell nicht belastet werden. Ein Betreten der Arbeitsplatte kann zu Bruch und Beschädigungen führen. Reinigungs- und Pflegemittel gehören nicht in Kinderhände, Sie selbst sollten auch vorsorglich Schutzhandschuhe tragen. Neutrale Haushaltsreiniger und Neutralreiniger etc. sind die einfachsten Lösungen. Von den vielleicht allgemein empfohlenen Mitteln wie Möbelpolitur, Bohnerwachs, Dampfstrahlern und Ähnlichem wird dringend abgeraten. Die Hersteller haben Reinigungsmittel und Reinigungsmöglichkeiten speziell für diese unterschiedlichen Materialien getestet. Auch Arbeitsplatten unterliegen – wie alle anderen Produkte und je nach Material und Nutzung – dem allgemeinen und natürlichen Verschleiß.

AUFMASS, AUFSTELLEN UND AUSRICHTEN

Bei der Planung, Lieferung und Montage gehören das präzise Ausmessen und Ausrichten zu den wichtigsten Aufgaben. Die Möbelteile müssen bei räumlichen Unebenheiten gerade stehen und werden von den Monteuren entsprechend ausgerichtet. Dabei ist unbedingt die Tragfähigkeit Ihrer Wände zu beachten. Dies ist aus Sicherheitsgründen sehr wichtig, da hier, je nach Auswahl der Möbelteile, einige hundert Kilo an der Wand hängen können. Im Zweifelsfall fragen Sie den Bauträger oder Hausherrn nach der Wandbeschaffenheit und lassen Sie den Monteur gegebenenfalls eine Probebohrung durchführen.

AUSSENMÖBEL, GARTENMÖBEL

Außenmöbel müssen besonders gekennzeichnet sein, damit sie den ständigen klimatischen Wechselbedingungen standhalten können, auch wenn es immer wieder zu warentypischen Veränderungen kommt. Dabei kann es schnell zu Schimmelpilz oder Stockflecken kommen. Von den Herstellern gibt es dazu besondere Montage-, Sicherheits-, Wartungs-, Lagerungsund Unterhaltshinweise, die unbedingt zu beachten sind. Die Belastbarkeiten von Mitnahme und Funktionsmöbeln wie Gartenliegen, Klappstühlen, Tischen und Stühlen (dazu zählen auch einfache Camping und Kunststoffmöbel) unterscheiden sich deutlich.

AUSZÜGE

siehe Schubladen und Auszüge

BACKOFEN UND HERD

Lesen Sie bitte die Gebrauchsanweisungen genau durch. Vermeiden Sie auf jeden Fall den Grillbetrieb bei offener Backofentür: die umgebenden Möbel vertragen nur eine Temperatur von bis zu 75 °C.

BADMÖBEL

Bei Badmöbeln, egal ob sie lackierte, beschichtete oder naturbelassene Oberflächen aufweisen, ist besonders darauf zu achten, dass sie nicht wasserfest sind. Das bedeutet, Staunässe ist unbedingt zu vermeiden. Nach einem heißen Bad sollten die Möbelteile trockengerieben und für einen ausreichenden Luftwechsel gesorgt werden. Andernfalls kann es zu Folgeschäden wie Aufquellen oder Schimmelpilzbildung durch Kondensat kommen. Verklebungen, beispielsweise bei Spiegelschränken, können sich lösen.

Achten Sie darauf, dass die Möbelteile gut mit dem Mauerwerk verbunden und ausreichend belüftet sind. Waschtische aus Naturstein, Kunststein oder Keramik dürfen nicht mit Scheuermitteln behandelt werden. Spiegel sollten ausschließlich mit schonenden Reinigungsmitteln gesäubert werden – auch wenn aggressive Reiniger auf den ersten Blick einfacher erscheinen. Für die unterschiedlichen Materialien sind die Produktinformationen der jeweiligen Hersteller unbedingt zu beachten.

BEDIENUNGSANLEITUNGEN & PRODUKTINFORMATIONEN

Die Aushändigung dieser Informationen an den Kunden ist Pflicht und gibt Ihnen wichtige Hilfe im Umgang und in der Pflege Ihrer Möbel. Eine Produktinformation sollte üblicherweise nachvollziehbar und nachprüfbar sein und verständlich für jedermann formuliert sein (übliche Landessprache am Verkaufsort). Sie müssen für den Verbraucher im Handel zugänglich sein, werden möglichst beim Kaufabschluss übergeben oder finden sich als QR-Code am Produkt. Der Nutzer wird gehalten, sich nach diesen Angaben zu richten. Üblicherweise enthalten diese Informationsbroschüren wichtige Sicherheits oder Warnhinweise, bestimmungsgemäße Verwendung, Belastbarkeit, Gebrauchseigenschaften, warentypische Eigenschaften, Maß-, Material- und Nutzungsangaben, Gewicht, Reinigungs- und Pflegehinweise sowie Angaben zum Hersteller des Produkts. Im Zweifelsfall oder bei Verständnisproblemen unbedingt nachfragen.

BELASTBARKEIT KÜCHE

Die Belastbarkeit von Küchenmöbeln ist in den DIN-Normen präzise geregelt. Achten Sie unbedingt auf die Herstellerangaben zum bestimmungsgemäßen Gebrauch und zu den maximalen Belastbarkeitsgrenzen. Bitte sorgen Sie bei hängend angebrachten Möbeln für eine fachgerechte und ausreichende Wandbefestigung (Festmauerwerk, Auflage etc.). Als Faustregel für die Belastbarkeit gilt: für Einlegeböden pro 10 x 10 cm Fläche nicht mehr als 500 Gramm Belastung, bei Schubladen und Auszügen nicht mehr als 30 kg Belastung je Schublade. Bitte diese Höchstgrenzen nicht überschreiten! Bei brüchigem Mauerwerk, Hohlwänden und Fachwerkhäusern gelten niedrigere Werte. Weisen Sie den Küchenspezialisten schon bei der Planung darauf hin. Das gilt besonders für Wandhängeschränke. Denn auch der beste Dübel kann nur soviel leisten, wie es die Wand zulässt.

BELASTBARKEIT MÖBEL

Die Belastbarkeiten von Polstermöbeln, Betten, Matratzen, Funktionsteilen, Ablagen, Einlegeböden, Schubkästen, Regalen, Arbeitsplatten, Tischen oder Wandborden aus Materialien wie Glas, Holz oder Metall sind sehr unterschiedlich und meist normativ geregelt. Die Herstellerangaben zu den maximalen Belastbarkeitsgrenzen sind unbedingt zu beachten. Daher ist grundsätzlich auf eine fachgerechte und ausreichende Wandbefestigung, Auflage und Standsicherheit zu achten.

Bei Qualitätsprüfungen von Polstermöbeln für den allgemeinen Wohnbedarf wird gemäß Sicherheitsnorm (DIN EN 1022 – 2019) von einem Benutzergewicht bis 110 kg ausgegangen. Lassen Sie sich beraten, ob bei höheren Gewichtsanforderungen spezielle Modelle oder Sonderanfertigungen möglich sind. Besondere Vorsicht ist bei kranken, behinderten Personen und bei überdurchschnittlicher Nutzung geboten. Auch hier sollten Sie sich entsprechend beraten lassen.

EIN HINWEIS ZUR NUTZUNG VON ARMLEHNEN: Auch wenn sie optisch einladend wirken, sind sie grundsätzlich nicht als Sitzfläche konstruiert. Ebenso ist bei elektrisch betriebenen Teilen die maximale Belastbarkeit zu beachten – hierbei sollte auch unser gesunder Menschenverstand berücksichtigt werden. Polstermöbel sind für das Schlafen, Sitzen, Liegen oder Relaxen konzipiert. Sie sind weich und verformbar, jedoch nicht für Belastungen durch Hüpfen und Springen geeignet. Solche punktuellen Belastungen können zu irreparablen Überdehnungen der Materialien und Schäden am Untergestell führen. Das Gleiche gilt für das Stehen auf Sitzflächen mit dem gesamten Körpergewicht, etwa zum Vorhang öffnen, Fensterputzen oder Ähnlichem.

BELEUCHTUNG

Eine gut geplante Beleuchtung ist ein zentraler Bestandteil moderner Möbel & Küchen. Sie sorgt nicht nur für eine angenehme Atmosphäre, sondern vor allem für Sicherheit und Funktionalität beim täglichen Arbeiten.

In der Küche sind unterschiedliche Lichtzonen sinnvoll: Helles, blendfreies Arbeitslicht über den Arbeitsbereichen, ergänzendes Licht im Bereich von Hochschränken und Oberschränken sowie optionales Stimmungslicht für Wohnküchen mit offenem Charakter. Viele Küchenhersteller integrieren heute bereits LED-Leuchten in Möbeln, Griffleisten oder Sockelbereichen – teils sogar mit steuerbarer Lichtfarbe oder Bewegungsmeldern.

WICHTIG: Bei allen fest verbauten Leuchtmitteln oder Beleuchtungssystemen handelt es sich in der Regel um elektrische Betriebsmittel, die in die Möbelkonstruktion eingebunden sind. Diese dürfen ausschließlich durch eine Fachkraft installiert oder im Reparaturfall instandgesetzt werden. Eingriffe durch Laien können nicht nur zu Funktionsstörungen führen, sondern stellen auch ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar – etwa durch Kurzschlüsse oder Hitzeschäden.

Beachten Sie auch, dass Leuchtmittel in Möbeln unter anderem aufgrund baulicher Bedingungen (z. B. Wärmeabfuhr, verdeckte Leitungen, spezielle Fassungen) oft nicht ohne Weiteres austauschbar sind. Im Zweifelsfall wenden Sie sich bitte an den Küchenfachhandel oder einen qualifizierten Elektrofachbetrieb.

BETTEN ALLGEMEIN

Ein erholsamer Schlaf ist für Ihre Gesundheit von großer Bedeutung. Bei einem Bett oder Polsterbett sollten deshalb alle Materialien individuell für Sie aufeinander abgestimmt sein, also Bettanlage, Lattenrost oder Unterbau, Matratze und Bettwaren. Ihre persönlichen Angaben im Beratungsgespräch sind sehr wichtig, ebenso wie ein Probeliegen. Nehmen Sie sich also genug Zeit. Zu beachten sind Ihr Gewicht, ob Sie Seitenschläfer sind. Wichtig sind auch Raumklima und Wohnhygiene, regelmäßiges Wenden und tägliches Lüften nach dem Schlafen. Beachten Sie die durchschnittliche Lebensdauer von Matratzen, große Qualitätsunterschiede und vieles mehr. Wir möchten, dass Sie sich jede Nacht wieder „gesund“ schlafen.

BETTKASTEN

Ein Bettkasten darf grundsätzlich weder überladen noch zu voll gefüllt werden, damit die notwendige Luftzirkulation beim täglichen Lüften gewährleistet ist. Bei Nichtbeachtung kann es zu Folgeschäden wie z. B. Schimmelpilzbildung, Geruchsbildung oder Schäden am Fußboden kommen. Achten Sie daher unbedingt auf die Lüftungsschlitze in Ihrem Bettkasten.

BETTKOPFTEILE

Ob fest gepolstert oder als Funktionsteile sind diese grundsätzlich nicht mit vollem Körpergewicht so belastbar wie Rückenlehnen eines Sessels oder einer Sitzbank. Hier liegt die übliche max. Belastbarkeit bis 120 cm Breite mittig bei ca. 30/40 kg (Anlehnen an das Rückenteil), über 120 cm bei 2 x 40 kg (ISO/DIS 19833: 2017) an der Nutzungsposition. Dabei ist auch auf die unterschiedlichen Qualitäten, inkl. Reinigung und Pflege der Bezugsmaterialien zu achten. Bitte hier die Herstellerbeschreibungen beachten.

BETTSOFA ODER SCHLAFSOFA

Begriffe wie Bett oder Schlafsofa sind nicht korrekt. Die richtigen Bezeichnungen lauten Verwandlungsmöbel, Funktionsmöbel oder Sofa mit Schlaffunktion. Solche Funktionsmöbel sind „Kompromissmöbel“ und daher in der Regel kein dauerhafter Ersatz für eine richtige Bettanlage. Falls doch, muss dies ausdrücklich und eindeutig aus der Produktbeschreibung hervorgehen.

BETTSYSTEME BOXSPRING

Die Bezeichnung „Boxspring“ bedeutet übersetzt „gefederte Box“. Boxspringbetten hatten ihre frühe Entwicklung in den USA und erfreuen sich heute in Europa, insbesondere in Deutschland, wachsender Beliebtheit. Anders als bei klassischen Betten wird die Matratzenauflage hier nicht durch einen Lattenrost, sondern durch eine Box mit unterschiedlichen Federkernkombinationen gestützt.

Der Aufbau eines Boxspringbettes besteht in der Regel aus einem Federkernsystem, auf dem entweder eine zweite Federkernmatratze oder eine Matratze aus anderen Materialien liegt. Zusätzlich wird häufig ein „Topper“ in verschiedenen Qualitäten aufgelegt. Ein Topper darf nicht als Matratze angesehen werden; er ist eine zusätzliche „Komfortauflage“, die meist aus profiliertem Kaltschaum besteht, häufig auch in Kombination mit oder aus „Memory-Schaumstoff“. Topper siehe Topper für Matratzen

Das Ziel der Boxspringsysteme ist es, durch einen höheren Matratzenaufbau die Stützebene, Dämpfungsebene und Druckverteilung individuell an die Person, das Gewicht und die Körpergröße anzupassen. Der Topper sorgt zusätzlich für einen weicheren Liegekomfort.

Mittlerweile gibt es ein großes Angebot mit einer Vielzahl an Qualitätsunterschieden. Um für sich persönlich die richtige Auswahl zu treffen, ist eine ausführliche fachliche Beratung mit Liegeproben sehr zu empfehlen. Wie bereits unter den Allgemeinen Hinweisen erwähnt, ist das Bett Ihre „Tankstelle“ und damit eine wesentliche Grundlage für Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden.

BEZEICHNUNG DER POSITION BEI MÖBELN

Um die Position von Möbeln im Wohnbereich korrekt zu beschreiben, orientieren Sie sich bitte an der Frontalansicht, ausgehend von der Position, in der Sie vor dem Produkt stehen. Ausnahmen bilden Stühle für den Büro- und Objektbereich, bei denen die Bestimmung aus der Sitzposition erfolgt (gemäß DIN 68871, RAL-GZ 430).

BOXSPRING

siehe Bettsysteme Boxspring, Topper.

BÜROMÖBEL

Büromöbel sind speziell für den Bürobereich konzipiert und auf die dort wesentlich intensivere und langfristigere Nutzung ausgelegt. Drehstühle oder andere Möbel, die für den Wohnbereich vorgesehen sind, sind daher nicht für den Einsatz im Bürobereich geeignet. In Bürobereichen gelten teilweise andere rechtliche und sicherheitstechnische Anforderungen, wie beispielsweise Regelungen zum Brand-, Arbeits- und Gesundheitsschutz.

Die Qualitäts- und Nutzungseigenschaften von Möbeln und Einrichtungsgegenständen im Bürobereich sind entsprechend oft höher als im allgemeinen Wohnbereich. Bitte beachten Sie unbedingt die Produktinformationen der Hersteller und kontaktieren Sie bei Unsicherheiten den Berater oder Händler. Zu Ihrer Sicherheit sollte bestätigt werden, dass die betreffenden Möbel tatsächlich für den Bürobereich geeignet sind.

CHEMISCHE REINIGUNGSMITTEL UND REAKTIONEN

Salmiak, Aceton, Nitroverdünnung und Backofenspray sind „out“. Diese Mittel gefährden Ihre Gesundheit und die hochwertige Kücheneinrichtung meistens innerhalb weniger Minuten. Außerdem belasten sie die Umwelt. Auf Möbeloberflächen kann es durch den Kontakt mit unterschiedlichen Materialien zu chemischen Reaktionen kommen. Werden längerfristig Tischdecken oder Unterleger aus bestimmten synthetischen Zusammensetzungen verwendet, kann es zu Reaktionen auf der Oberfläche kommen. Vielfach werden deshalb Tischdecken aus Baumwolle oder Molton empfohlen. Auch Gummifüsse von Elektrogeräten können die Reaktionen hervorrufen.

COUCHTISCHE

Das Angebot an Couchtischen ist überaus vielfältig und variantenreich. Hinzu kommt eine Vielzahl immer neuer Materialien (natürliche Produkte, Kunststoffe). Die Hinweise zu Haltbarkeit, Belastbarkeit, warentypischen Eigenschaften sowie Reinigung und Pflege entnehmen Sie bitte den jeweiligen Produktinformationen der Hersteller.

DAMPFGARER

Verwenden Sie einen Dampfgarer oder ein Kombinationsgerät nur bestimmungsgemäß und nach Herstelleranweisung. Nach der Nutzung den Innenraum auswischen, trocknen lassen und den Wassertank ausspülen um Keimbildung vorzubeugen.

DAMPFREINIGER

Diese sind auf Möbeln und in einer Einbauküche verboten! Sie zerstören damit in kurzer Zeit die Möbel, Arbeitsplatten und Geräte. Denken Sie bitte daran, dass eine Einbauküche in erster Linie ein Möbel ist und entsprechend schonend behandelt werden sollte.

DREHTÜREN-, FALTTÜREN- UND GLEITTÜRENSCHRÄNKE

siehe auch Schiebetüren Trotz sorgfältigem Ausrichten bei der Montage können sich diese beweglichen Möbelbauteile durch Bodenveränderungen, nach der Beladung oder durch den Gebrauch verstellen. Für eine Nachjustierung wenden Sie sich bitte an Ihren Händler.

DRUCKSTELLEN BEI MÖBELOBERFLÄCHEN

Druckstellen bei Möbeln oder Einrichtungsgegenständen können schnell und auf unterschiedliche Weise entstehen. Wenn Druckstellen an Möbeln durch äußere mechanische Einwirkungen entstehen, beispielsweise an Tisch- oder Ablageplatten, Schränken und Türen, spricht man von „Gebrauchsveränderungen“ oder „Gebrauchsspuren“. In der Küche und bei allen anderen Einrichtungsgegenständen gehören dazu auch „Anschlagspuren“ von Geschirr, Kochtöpfen, Flaschen und allgemeinen Gegenständen.

DRUCKSTELLEN BEI TEXTILIEN (SITZSPIEGEL)

Florlagenveränderungen bei Teppichen entstehen durch Druckstellen, beispielsweise durch Stuhl- oder Tischbeine. Bei Sitzmöbeln mit Velours- oder Chenillestoffen treten Florlagenveränderungen (sogenannter „Sitzspiegel“ oder „Gebrauchslüster“) gemäß DIN 68871, RAL-GZ 430 durch Gebrauchseinflüsse wie Druck, Wärme oder Feuchtigkeit auf. Diese Veränderungen zeichnen sich je nach Lichteinfall und Betrachtungswinkel mehr oder weniger deutlich ab. Dies sind warentypische Eigenschaften.

DUNSTABZUG UND HEIZUNG

Die Heizung in der Küche ist keine Energieverschwendung, sondern eine Notwendigkeit. Sind die Temperaturen dort zu niedrig, wird die Luft zu feucht und es kann sich schädliches Kondenswasser bilden. Wenn Sie einen Abluftanschluss nach außen haben, sorgen Sie bitte für ausreichende Belüftung. Es gilt: keine Abluft ohne Zuluft! Schalten Sie das Gerät grundsätzlich vor Kochbeginn an und lassen Sie es nach Beendigung mindestens 5 Minuten lang nachlaufen, um Kondenswasser im Dunstabzugsgerät zu vermeiden. Feuchtigkeitsniederschlag an den Schränken führt zu Quellschäden. Gegen intensive Kochgerüche hilft kräftiges, kurzes Lüften.

Reinigen Sie die Fettfilter Ihres Dunstabzugs wöchentlich. Verstopfte Fettfilter sind wirkungslos und führen zu Feuchtigkeits- und Quellschäden an den angrenzenden Möbeln. Wischen Sie bitte Kondenswassertropfen an den Schränken links und rechts vom Dunstabzug während und nach dem Kochen immer weg.

EDELSTAHL UND ALUMINIUM

Als Trendmaterial sind diese aus der modernen Küche nicht mehr wegzudenken. Die Oberfläche kann wie Automobilblech gebogen und fugenlos geschweißt werden. Die Mehrzahl der Einbaugeräte besitzt heute Metalloberflächen aus Edelstahl oder Aluminium. Edelstahl an Gerätefronten bitte nur mit mildem Neutralreiniger reinigen und trocken polieren, um Kalkflecken zu vermeiden. Spezielle Ölpflegeprodukte sind zweckmäßiger als Glasprühreiniger. Viele Edelstahlgeräte haben heute vergütete Oberflächen, um Fingerabdrücke zu vermeiden. Benutzen Sie daher bitte niemals schleifende Chrompflegemittel! Edelstahlspülen hingegen können Sie bedenkenlos mit Edelstahlpolitur pflegen. Fragen Sie Ihren Küchenspezialisten nach den zugelassenen Pflegeprodukten Ihres Spülenherstellers. Flugrost hat seine Ursache nicht in dem verarbeiteten Edelstahlblech, sondern entsteht meistens durch falsche oder falsch angewendete Reinigungsmittel.

ELEKTROSTATISCHE AUFLADUNG

Statische Aufladung kann bei empfindlichen Personen zu einer schmerzhaften Angelegenheit werden – bekannt etwa vom Ausstieg aus einem Auto. Statische Aufladung entsteht in Wohnräumen in erster Linie durch zu trockene Luft über einen längeren Zeitraum, meist während der Heizperiode in den Wintermonaten. In Kombination mit der Reibung synthetischer Materialien wie Teppichböden, Textilien und textilen Polsterbezügen, selten auch mit speziell lackierten Oberflächen, kann sie verstärkt auftreten. In der Regel sind viele dieser Materialien jedoch antistatisch ausgerüstet. Schnelle Abhilfe schaffen eine gründliche Befeuchtung des Teppichbodens, das feuchte (nicht tropfnasse!) Abwischen von Polsterbezügen oder der Einsatz einer feinen Wasser-Sprühnebelflasche. Das hilft auch bei lackierten Oberflächen. Verwenden Sie jedoch nur destilliertes Wasser, um Ablagerungen von Mineralien (z. B. Kalk) zu vermeiden.

ELEKTRISCHE GERÄTE UND BAUTEILE

Beachten Sie unbedingt die Herstellerangaben, wenn bzgl. des Aufstellens, Positionierens und der Verwendung Vorgaben gemacht werden. Montage-, Anschluss- und Reparaturarbeiten dürfen nur von autorisiertem und speziell geprüftem Fachpersonal durchgeführt werden. Dazu gehören z. B. alle Küchen- Einbaugeräte, Fernseh- und Musikgeräte, Sitzmöbel mit elektrischen Funktionen, Fensterkontaktschalter, Kühlschränke mit Kompressoren, Lampen, LED-Beleuchtungen u. v. a. m. Führen Sie niemals selbst Reparaturarbeiten an jeglicher Art von elektrischen Geräten und Bauteilen durch.

VORSICHT: In Haushalten mit Kindern müssen diese von elektrischen Geräten und Bauteilen geschützt werden, und deren Bedienung darf niemals ohne Beaufsichtigung erfolgen. Manche elektrischen Geräte können auch funktionsbedingt leichte Geräusche abgeben, die warentypisch sind. Informationen hierzu erhalten Sie beim Händler oder Hersteller. WARNHINWEIS: Wir weisen darauf hin, dass Elektrogeräte und Möbel mit elektrischen Bauteilen aufgrund elektromagnetischer Felder Einfluss auf Personen mit Herzschrittmachern, Hörgeräten etc. haben können. Bitte lassen Sie sich beraten. Bei allen Kühl- und Gefriergeräten sind die besonderen Herstellerhinweise hinsichtlich Betrieb, Luftzirkulation, Pflege und Abtauen zu beachten. Grundsätzlich sind für alle elektrotechnischen oder elektronischen Geräte und Teile die besonderen Gebrauchs- und Bedienungsanleitungen des Herstellers zu beachten. Hier sind auch evtl. Garantieansprüche aufgeführt. Bei Ersatzteilen von Leuchten und Geräten verwenden Sie nur Originalteile und beachten Sie die diesbezüglichen Herstellerinformationen. Feuchtigkeit, Wärme- und Hitzestau können zu Folgeschäden führen (z. B. Trafobeschädigungen, Leuchtmittelausfall, Überhitzung, Veränderungen durch Wärmestau und andere Materialschäden). Bei Ausfall oder Problemen wenden Sie sich bitte direkt an den Kundendienst des Herstellers – die Kontaktdaten bzw. den QR-Code finden Sie in den Herstellerunterlagen.

EINLEGE- UND FACHBÖDEN

Als Faustregel gilt: für Einlegeböden pro 10 x 10 cm Fläche nicht mehr als 500 Gramm Belastung. Das ist die Norm- Höchstgrenze! Das Durchbiegen von Fachböden ist eine technisch unvermeidbare, warentypische Eigenschaft und somit kein Grund für eine Reklamation.

EMPFANG UND ANLIEFERUNG VON WAREN

Beim Empfang der Waren kontrollieren Sie bitte sofort die Anzahl, die Verpackung und die Ware auf mögliche Beschädigungen. Reklamationen senden Sie bitte schriftlich an Ihr Einrichtungshaus. Auch Sie als Kunde sind in der Pflicht: Produktinformationen, Gebrauchsanleitungen, Aufbau-, Transport- und Montageanleitungen sowie Reinigungs- und Pflegehinweise sollten unbedingt beachtet werden. Diese erklären warentypische Eigenschaften, Gebrauchs- und Pflegeeigenschaften und helfen Ihnen, die Nutzungsdauer Ihres Produktes zu verlängern. Wenn Sie Fragen haben, hilft Ihnen Ihr Einrichtungshaus gern weiter.

EMPFINDLICHKEITEN

Allgemein bekannt ist, dass helle und einfarbige Bezüge empfindlicher sind, auch wenn sie mit einer Fleckenschutzimprägnierung versehen sind. Solche Materialien sind deshalb nicht minderwertig; Anschmutzungen und Gebrauchsspuren sind lediglich schneller sichtbar. Dies gilt allgemein auch für „Naturprodukte“: Je naturbelassener ein Produkt ist, desto empfindlicher ist es gegenüber äußeren Einflüssen. Umweltfreundliche Lacke, Öle oder Wachse bieten jedoch einen guten Schutz.

ENERGIEEFFIZIENZ, ENERGIEVERBRAUCHSKENNZEICHNUNG

Bei vielen Elektroartikeln für den Haushalt wird diese Kennzeichnung bereits durch farbige Energie-Labels (sichtbare Aufkleber) umgesetzt. Angesichts der großen Vielfalt der Artikel bitten wir unsere Kunden, sich direkt am Produkt in den Ausstellungen zu informieren und bei Bedarf nachzufragen.

Falten- Wellen- oder Kuhlenbildung bei Polstermöbeln

Bei der Benutzung von Sitzmöbeln entstehen je nach Polsteraufbau und den Eigenschaften der jeweiligen weichen Polstermaterialien mehr oder weniger starke Veränderungen durch den Gebrauch. Dies äußert sich in leichten Sitzkuhlen, Mulden oder Wellen im Bezug. Insbesondere bei Polstermöbeln mit einer „legeren Polsterung“ oder einer „besonders legeren Polsterung“ (DIN 68871, RAL-GZ 430) sind solche Veränderungen warentypisch, und eine legere Wellenbildung ist teilweise sogar als Designmerkmal vorgesehen.

FARBE, BEIZTÖNE, SONDERFARBEN

Eine „absolute“ Farb- und Strukturgleichheit zu Mustervorlagen bei Sonderanfertigungen oder Nachbestellungen ist bei industrieller Fertigung technisch nicht möglich. Sowohl bei Naturmaterialien als auch bei hergestellten und Kunststoffprodukten sind Toleranzen zwischen Mustern oder Ausstellungsware und Lieferware aufgrund der natürlichen Abweichungen und der industriellen Fertigungstoleranzen unvermeidbar. Durch neu anzusetzende Grundprodukte (z. B. Farben) sind Varianten bei Stoffen und farbig gestalteten Oberflächen von Möbeln (z. B. Lackoberflächen, farbveränderte Holzoberflächen) nicht zu vermeiden.

Durch den Austausch von abgenutzten Werkzeugen sind Abweichungen von Maßen und Formdetails nicht nur bei der industriellen Fertigung unvermeidbar. Insbesondere bei Oberflächen aus Naturprodukten wie Holz, Naturstein, Leder, Fell uvm. sind die natürlichen Farb- und Strukturvarianten unvermeidbar. Auch bei hergestellten und angemischten Produkten wie Kunststein, Quarz-Komposit, Glas und Strukturgläsern sind Farbton, Maserung, Struktur und Muster oft nur näher erreichbar. Lieferungen nach Farbmuster sind daher grundsätzlich von Reklamationen und Umtausch wegen Farb- und Strukturunterschieden ausgeschlossen. Die Hersteller vertrauen jedoch auf eine bestmögliche Übereinstimmung. Im Zweifelsfall muss nach speziellen Farbmustern bestellt werden. Auch hier sind die warentypischen Toleranzen unvermeidbar. Bitte beachten Sie, dass Sie dies auch bei Nachbestellungen tun.

FARBECHTHEIT

Alle Materialien auf dieser Welt werden durch UV-Einstrahlung mehr oder weniger stark verändert. Daher sind solche Veränderungen auch bei Farben von Möbeloberflächen, Bezugsstoffen, Lederbezügen sowie bei Farben von Möbelstoffen, Dekostoffen oder Leder nicht zu verhindern. Ebenso sind alle Oberflächen mehr oder weniger anfällig für mechanische Einwirkungen wie Reibung oder Kratzer, wodurch sie verändert werden. Dies wird unter dem Begriff „Farbechtheit“ zusammengefasst. Sowohl für die UV-Beständigkeit als auch für die Reibeechtheit bestehen für einige Produkte spezielle Anforderungen, die in Normen und technischen Regelwerken festgelegt sind und Grenzen für zulässige Veränderungen setzen. Diese Eigenschaften werden in Echtheitszahlen gemessen (z. B. 1 für schlecht und 5 für sehr gut).

Farb- und Strukturunterschiede bei Massivholz und Furnieren Unterschiedliche Natur- und Wachstumsmerkmale machen aus jedem individuell planbaren Echtholzmöbel ein Unikat mit einem einzigartigen Erscheinungsbild. Holz verändert sich durch Sonnen- und Lichteinstrahlung, je naturbelassener, desto schneller. Eine absolute Farb- und Strukturgleichheit, beispielsweise zwischen Planungsmuster und Lieferware oder bei horizontalem und vertikalem Strukturverlauf im Holz, kann daher nicht garantiert werden und ist warentypisch. Hölzer und Furniere aus verschiedenen Stämmen bzw. Stammbereichen passen strukturell und farblich nicht überein, spätestens während der Nutzungsdauer treten Farbabweichungen auf. Bei späteren Ergänzungen empfiehlt sich daher eine Sonderanfertigung nach Frontmustern, die sich wiederum auch im Laufe der Zeit durch Licht und Sonneneinwirkung unterschiedlich verändern. Auch spezielle, modellbedingte Verarbeitungsmethoden wie vertikaler oder horizontaler Furnierverlauf, „gestürzter“ Furnierzuschnitt zur optischen Formatierung, Furnier und Massivholzkombinationen, Hirn und Langholzverbindungen, „Umleimer“ oder die Parkettverleimung zur Formstabilität, führen je nach Holzart, Position und Lichteinfall zu hell und dunkel Farb- und Strukturakzenten. Diese Naturfarbspiele sind eine warentypische Eigenschaft des gewachsenen Naturwerkstoffes und ein wesentliches, unverwechselbares Echtheitsmerkmal. Das trifft grundsätzlich für alle Naturmaterialien zu.

FEDERHOLZRAHMEN

siehe Lattenrost

FOGGING (SCHWARZSTAUBABLAGERUNGEN)

Ursache und Auslöser von Fogging bzw. Schwarzstaubablagerungen sind nach Informationen des Umweltbundesamtes Substanzen, die bei Renovierungen, Malerarbeiten, Fußbodenverlegungen oder Bausanierungen entstehen können. Dabei gasen schwerflüchtige organische Verbindungen (sogenannte „SVOC“ oder Weichmacherverbindungen – „Phthalate“) aus einigen Produkten aus. Das ist nicht ungewöhnlich und kann noch nach Monaten in die Raumluft abgegeben werden. Sie führen zusammen mit Schwebestaubteilchen, die in der Raumluft und der Außenluft immer vorhanden sind, zu einem Verklumpen von kleinen Staubteilchen. Unter ungünstigen Bedingungen setzen sich diese als schmierige Beläge an Wänden und anderen Flächen in Räumen ab. Besonders stark betroffen sind Außenwände, Fenster, Fernsehgeräte, elektronische Geräte und sonstiges Inventar. Möbel sind nur in ganz seltenen Fällen der Auslöser. Hier hilft Ihnen nur ein Fachmann weiter.

FREMDMÖBEL, FREMDGERÄTE, FREMDARBEITEN AN MÖBELN

Für Fremdmöbel oder zusätzlich eingebaute Einrichtungsgegenstände und Elektrogeräte etc., die nicht in Verbindung mit unserem Kaufvertrag stehen, sowie Fremdmontage, externe Reparaturen, Eigenarbeiten oder Standortveränderungen können wir keine Haftung übernehmen. Wenden Sie sich bitte an den entsprechenden Fachmann oder Ihren Vertragspartner, bei dem Sie diese Gegenstände erworben haben.

FUNKTIONS- UND VERWANDLUNGSMÖBEL („SCHLAFSOFAS“)

Sofas mit Schlaffunktion sind auch laut Stiftung Warentest „Ratgeber Möbelkauf“ Möbelkompromiss. Ein sogenanntes „Schlafsofa“ ist kein vollwertiges Bett, sondern eine Gästeoder Gelegenheitsschlafstätte. Dies ist schon allein durch die wesentlich dünnere Matratzenauflage bei ausklappbaren Lattenrosten auf den ersten Blick erkennbar. Brauchen Sie ein Schlafmöbel für jeden Tag, dann sollten Sie sich ein Bettsofa kaufen, bei dem Sie auf einer Standardmatratze schlafen. Bei diesen Funktionsmöbeln müssen Sie jedoch beim Sitzkomfort Abstriche machen. Bei normgerechten Qualitätsprüfungen für Polstermöbel wird im allgemeinen Wohnbedarf ein Benutzergewicht von max. 110 kg ausgegangen.

Insbesondere bei Schlafsofas mit einer klappbaren Liegestätte sollten Sie ein besonderes Augenmerk auf medizinische Grundlagen, insbesondere bei den notwendigen Auskünften der Liegestätte vor dem Einschlafen, legen. Dabei ist unbedingt auf eine sorgfältige Handhabung nach Herstellerangaben zu achten, ebenso wie auf eine sachgerechte und nicht zweckentfremdete Nutzung.

FUSSBÖDEN – FUSSBODENSCHUTZ

Der Käufer ist für den Schutz seiner individuellen Fußböden und Beläge verantwortlich. Die industrielle Serienfertigung sieht ihren jeweils modellspezifischen Standard vor. Die vom Hersteller gelieferten Füße müssen sauber und glatt sein und dürfen bei sachgerechter Nutzung keine Schäden an Böden etc. verursachen. Um Möbel auf den unterschiedlichen Böden verrutschen zu können und diese dabei vor Kratzern oder Beschädigungen zu schützen, müssen Sie bitte darauf achten, dass unter den Fußvarianten Ihres Möbels evtl. besondere Schutzunterlagen wie Filz-, Kunststoff-, Gummi oder sonstige Gleiter angebracht werden. Die Fuß- oder Standvarianten der Möbel sollten unbedingt Ihrer Fußbodenqualität angepasst sein. Hier geht es auch um Druckbelastung und Gewicht.

BEISPIEL: Bei der überwiegend eingesetzten Bodenqualität Vinyl handelt es sich um eine Thermoplast-Qualität, die in der Regel als Fertigboden schwimmend verlegt wird. Hier ist u. a. auf das Raumklima zu achten. Durch die Wechselwirkung von Wärme (Sonneneinstrahlung) oder Kälte kann es zu Fugenbildungen kommen. Deshalb werden auch Dehnungsfugen beim Verlegen angebracht. UNSERE EMPFEHLUNG: Lassen Sie sich bitte unbedingt von Ihrem Bodenverleger beraten. Sondervereinbarungen sind nur bedingt möglich. Die regelmäßige Kontrolle von Gleitern oder dem Fußbodenschutz gehört zu Ihren allgemeinen Sorgfaltspflichten.

Des Weiteren vermeiden Sie eine Geräuschbildung beim Einsatz von Filzgleitern unter Betten, Sesseln und Sofas auf Fußbodenbelägen mit kunststoffhaltigen Oberflächen.

GARTENMÖBEL

siehe Außenmöbel, Gartenmöbel

GEBRAUCHSNUTZEN

Erfüllt besondere Eigenschaften wie Strapazier und Gebrauchsfähigkeit, Funktionalität, Lebensdauer oder Pflegefreundlichkeit. Entscheiden Sie selbst, welche „Nutzen“ Ihre Möbel primär erfüllen sollen. Informieren Sie sich daher vor dem Kauf ausreichend über die Qualität der Möbel.

GEBRAUCHTWAREN

Bei gebrauchten Gütern, das kann z. B. Ausstellungswaren oder Vorführwaren sein, sind in der Regel bereits Gebrauchsspuren vorhanden.

GERÄUSCHE: KNARREN, QUIETSCHEN O.Ä.

Grundsätzlich können bei fast allen beweglichen Teilen mehr oder minder deutliche Geräusche entstehen (Bewegungsfunktionen, Funktionsmöbel, mechanisch oder elektrisch betrieben). Diese Eigenschaft ist produkt und warentypisch. Nur wenn die vorgeschriebenen Grenzwerte (Messung muss fachgerecht nach Dezibel vorgenommen werden) überschritten werden, liegen belästigende Geräuschbildungen oder zulässige Beanstandungen vor.

GERUCH

Die Beurteilung von Gerüchen ist sehr subjektiv. Viele Materialien, die bei der Möbelproduktion eingesetzt werden, sind nicht geruchsneutral, sondern haben einen Eigengeruch, der anfänglich stärker ausgeprägt ist, wie z. B. Holzwerkstoffe aller Art bei Möbeln, Leder, Lacke, Polster usw. Das kann je nach Material und Zusammensetzung einige Wochen oder Monate dauern. Hier hilft am besten häufiges Lüften oder feuchtes Abwischen mit einem verdünnten Reinigungsmittel oder im Handel erhältlichen Geruchsneutralisierer (ohne säurehaltige Inhaltsstoffe) und danach trockenreiben.

Gerüche und Ausdünstungen allgemein, z. B. von Küchen, Kaminen, Tabakrauch oder von außen, können in Polstermaterialien einziehen oder an Oberflächen von Möbelteilen haften bleiben. Bestimmte Produkte wie Leder, Massivholz oder Schränke bewahren zeitlebens einen leichten, warentypischen Eigengeruch. Für die Verminderung oder Beseitigung unangenehmer Gerüche gibt es allerlei alte Hausmittel, aber auch inzwischen Produkte im Handel. Treten Gerüche auf, die gesundheitlich unbedenklich sind und innerhalb der Toleranzstufen der geltenden technischen Regelwerke liegen, sprechen wir von einer „warentypischen Eigenschaft“ und nicht von einer Beanstandung.

GESCHIRRHANDTÜCHER

Diese bitte niemals zum Trocknen über die Arbeitsplattenkante in das Spülbecken oder über Fronten hängen. So vermeiden Sie Quellschäden.

GESCHIRRSPÜLER

siehe Spülmaschinen

GLAS

Glas ist ein Sammelbegriff für einen Werkstoff mit unterschiedlichen Eigenschaften. Bei Einbauküchen wird Glas für Nischenrückwände, Arbeitsplatten und für Fronten verwendet. Glas kann auf der Rückseite farbig beschichtet werden und bietet dem Küchenspezialisten viele Gestaltungsmöglichkeiten. Bei zahlreichen Anwendungen ist ein Sicherheitsglas erforderlich. Glas in seiner speziellen Form als Glaskeramik finden Sie bei allen Kochfeldern. Glas bitte nur mit Neutralreiniger oder nicht schichtbildenden Glasreinigern reinigen und trocken polieren, um Kalkflecken zu vermeiden. Da Glas jedoch in sehr vielen Varianten und Qualitäten als Nutz- und Zierfläche eingesetzt wird, sind die Reinigungs- und Pflegehinweise des jeweiligen Herstellers ganz besonders zu beachten. Mit Ihren Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Küchenspezialisten.

GLAS: ESG-GLAS (GLASSPRUNG)

Einscheiben-Sicherheitsglas zeichnet sich insbesondere durch erhöhte Schlagfestigkeit aus. In fast allen öffentlichen Einrichtungen, Objekten, Hotels etc. ist dieses Glas vorgeschrieben. Die Schlagfestigkeit wird durch eine spezielle Behandlung erzielt, die „Vorspannen“ genannt wird. Dieses Glas ist nicht kratzfest. Im Falle von Glasbruch entstehen bei Sicherheitsglas sehr kleine Glaspartikel, die zudem nicht mehr sehr scharfkantig sind. Das ist Ihnen sicherlich bei Autoscheiben bekannt. Trotzdem ist die Schlagfestigkeit im Kantenbereich stark eingeschränkt. Bedingt durch die hohen Temperaturen beim Härten kann es zu kleinen Unebenheiten, Einschüssen und Verbrennungen kommen. ESG-Glas darf bei seiner Nutzung keinen extremen Temperaturen (sehr heiß oder eiskalt) ausgesetzt werden. Beachten Sie dieses insbesondere bei Glasrückwänden hinter dem Kochfeld und platzieren Sie Topfdeckel so, dass die Wärme nicht direkt an das Glas abgestrahlt wird.

GLASTISCHE UND BELEUCHTETES GLAS

Bei Glasplatten sind durch bestimmten Lichteinfall und Blickwinkel Irritationen wie leichte Wolken, Ringe (newtonsche Ringe), Schlieren oder Ziehfehler in den Spektralfarben physikalisch bedingt und unvermeidbar. Die Sicherheit oder Belastbarkeit wird dadurch jedoch nicht beeinträchtigt. Glasflächen sind kratzempfindlich, deshalb sollten raue oder scharfkantige Gegenstände nicht ohne Schutz abgestellt oder darüber gezogen werden. Insbesondere bei heißen Töpfen oder Flaschen aus dem Tiefkühlfach kann Floatglas platzen. Die Pflege erfolgt mittels handelsüblicher Glasreiniger. Da Glas in sehr vielfältigen Varianten und Qualitäten als Nutz- und Zierfläche eingesetzt wird, sind die jeweiligen Herstellerinformationen, die Belastbarkeiten und die Reinigungs- und Pflegehinweise ganz besonders zu beachten. Fragen Sie hierzu Ihren Fachberater/in.

Die Beleuchtung für Glas bewirkt je nach Standort des Betrachters, je nach Blickwinkel zum Glas sowie sonstige Beleuchtungen im Raum und dem natürlichen Lichteinfall unterschiedliche Farbeffekte im Grünbereich. Bei Standortwechsel verändert sich auch dieses Lichtspiel in den Grüntönen. Das gilt besonders für beleuchtete Glasböden. Dabei handelt es sich aber nicht um eine Beanstandung, sondern um eine unvermeidbare und warentypische Eigenschaft.

GLASARBEITSPLATTEN

Glas ist nur bedingt hitzebeständig. Ein Topfuntersetzer hilft, Spannungsrisse zu vermeiden. Schneiden Sie bitte nicht direkt auf der Glasplatte, sondern verwenden Sie ein Schneidebrett. Vermeiden Sie stoßweise Schläge auf die Kanten und Oberflächen vor allem bei der Nutzung der Spülmaschine.

GLASKERAMIKKOCHFELDER (CERAN – MARKENSCHUTZ FA. SCHOTT)

Bei Kochfeldern ist immer darauf zu achten, dass übergelaufene Speisen, Soßen etc. nicht fest anbrennen dürfen. Das Kochfeld bitte mit einem milden Neutralreiniger reinigen. Niemals kratzende oder scheuernde Mittel und Gegenstände benutzen. Eingebrannte Speisereste nach dem Abkühlen erst einweichen und dann mit einem Rasierklingenschaber vorsichtig entfernen. Besondere Vorsicht mit Zucker auf dem Kochfeld. Diesen bitte sofort entfernen, denn hier kann es sonst zu sogenannten Ausmuschelungen kommen. Diese Schäden sind irreparabel, beeinträchtigen aber die Funktionsweise des Kochfelds nicht. Bei hartnäckigen Verschmutzungen oder Kalk und Wasserflecken sind die Herstelleranleitungen und die darin empfohlenen Spezialreiniger zu verwenden. Eine gewisse Patina ist im Lauf der Zeit nicht zu vermeiden.

GRANIT

Granit ist irrtümlich oft ein Sammelbegriff für alle Natursteine, die für Einbauküchen als Arbeitsplatten und Nischenrückwände verwendet werden. Eigentlich müssten aber viele Gesteine als Gneise, Gabbro, Syenit oder Quarzit bezeichnet werden. Alle Natursteine haben sehr unterschiedliche Entstehungsgeschichten und damit verbunden auch unterschiedliche Gebrauchseigenschaften. Manche Steine sind vulkanische Tiefengesteine, andere sind Oberflächen-Ergussgesteine. Einige Natursteinarten waren vor Millionen Jahren Bodenablagerungen auf dem Meeresgrund. Granit ist ein Tiefengestein und besteht immer aus Quarz, Glimmer und Feldspat. Diese körnigen Bestandteile sind mit kleinen Luftspalten (sog. „Kapillaren“) verbunden. Granit ist deswegen saugfähiger als z. B. ein schwarzer Gabbro. Der Feldspat und der Glimmer können auch zu mikroskopisch feinem Abrieb (sog. „Aussandungen“) führen. Dies ist eine warentypische Eigenschaft und hat auf den Gebrauchsnutzen keinen nachteiligen Einfluss.

Gneise sind sogenannte Metamorphite (Umwandlungsgesteine) und besitzen porige Plattenoberflächen. Sie werden daher häufig mit einer Kunststoffvergütung auf der Oberfläche ausgestattet, einer sog. „Resinierung“ (Resinharz). Dadurch wird die Oberfläche porendicht und glatt. Fragen Sie hierzu auch gerne Ihren Küchenspezialisten.

Um Ihre Messer zu schonen, schneiden Sie bitte nicht auf der Granitoberfläche, sondern benutzen Sie bitte stets ein Schneidebrett. Heiße Töpfe und Pfannen stellen Sie bitte grundsätzlich auf einem Topfuntersetzer ab, um Spannungsrisse und Beschädigungen der Imprägnierung zu vermeiden. Granitarbeitsplatten dürfen punktuell nicht belastet werden. Ein Betreten der Arbeitsplatte kann zu Bruch und Beschädigungen führen. Fett, Ölflecken, Rotwein, Fruchtsäfte bitte sofort abwischen. Durch die mikroskopisch kleinen Fugen (Kapillaren) der Natursteine entstehen sonst möglicherweise Verfärbungen.

Besonders kritisch sind dunkle Weine, Fruchtsäfte, säurehaltige Flüssigkeiten und Speiseöle, die möglichst schnell abgewischt werden müssen. Sollten Sie einmal eine solche „Verschmutzung“ nicht sofort bemerken, weichen Sie die betreffende Stelle möglichst über Nacht mit einem feuchten Tuch ein. Das genügt meistens, um den Fleck verschwinden zu lassen. Fragen Sie auch Ihren Küchenspezialisten: er nennt Ihnen gerne weitere geeignete Spezialmittel. Gebrauchsspuren oder ein Nachlassen des Glanzes lassen sich nicht gänzlich vermeiden. Vermeiden Sie auch extreme Temperaturunterschiede. Wenn Sie auf dieselbe Stelle zuerst etwas Tiefgefrorenes und dann eine heiße Pfanne legen, kann der Naturstein zerspringen.

DESHALB GILT: Bitte unbedingt die Herstellerangaben beachten!

Beachten Sie vor allem die Reinigungs- und Pflegehinweise! Jeder Naturstein kann andere Behandlungen erforderlich machen. Wenn eine Versiegelung aufgebracht ist, muss diese ggf. in regelmäßigen Abständen aufgefrischt werden. Eine falsch aufgebrachte Versiegelung kann auf die Oberfläche des Steines angreifen. Verwenden Sie daher nur die für Ihre Platte empfohlenen Mittel des Herstellers und verwenden Sie ein mildes Reinigungsmittel für die tägliche Unterhaltsreinigung.

HAUSTIERE

Hier ist grundsätzlich Vorsicht geboten. Mit Haustieren ist es wie mit allen liebgewonnen Wesen oder Gegenständen: Toleranz und Verständnis sind hier notwendig. Haustiere können nicht rund um die Uhr beaufsichtigt werden. Sie sollten aber wissen, dass – wie für Kinder den Eltern – die Aufsichtspflicht für Tiere den Tierhaltern oder Haus und Wohnungsbesitzern obliegt. Nutzen Sie die vielfältigen Hinweise und Informationen aus Fachzeitschriften und den Medien (z. B. Stiftung Warentest -testMöbelkauf-, „Ein Herz für Tiere“ etc.). Tierkrallen können ganz erhebliche und vielfach irreparable Schäden anrichten.

HERD

siehe Backofen und Herd

INDUKTIONSKOCHFELD

Induktionsfelder erwärmen nur magnetisches Kochgeschirr. Verwenden Sie Töpfe/Pfannen mit ferromagnetischem, planem Boden und passendem Durchmesser; leere Gefäße nicht aufheizen. Metall und Alufolien nicht auf das Kochfeld legen; Messer, Deckel u. Ä. vom aktiven Feld fernhalten. Kratzer vermeiden: Kochgeschirr anheben statt schieben, Glasfläche nur mit geeignetem Reiniger pflegen; Zucker/Plastik-Schmelzen sofort (mit Schaber) entfernen. Lüftungsöffnungen freihalten; Leistungs-/Boosterfunktionen maßvoll nutzen (Hitzestau vermeiden). Installation u. Reparatur ausschließlich durch den Elektrofachbetrieb. Personen mit aktiven Implantaten (z. B. Herzschrittmacher) beachten die Hinweise von Hersteller/Arzt und wahren empfohlenen Abstand. Kindersicherung aktivieren, wenn Kinder im Haushalt sind.

HOCHGLANZOBERFLÄCHEN

Für die Hochglanzlackierung von Möbel und Küchenmöbelfronten werden heute in zunehmendem Maße wasserlösliche Lacke eingesetzt. Hochglanzoberflächen werden in bis zu fünf Arbeitsgängen aufgebaut und bieten eine hervorragende, dichte und pflegeleichte Oberfläche. Bei hochwertigen Hochglanzlacken wird die letzte Lackschicht zusätzlich poliert. Zu den warentypischen Eigenschaften zählen je nach Material und Verarbeitung zum Beispiel ein kaum sichtbarer „Orangenhaut“-Effekt und, je nach Lichteinfall und Lichtquelle (zum Beispiel bei Gegenlicht), leicht unterschiedliche Farbschattierungen an Oberflächen und Kanten. Durch den Gebrauch kommt noch eine Oberflächen-Patina dazu. Hochglanzoberflächen niemals mit Mikrofasertüchern oder sogenannten Schmutzradierern reinigen! Eine Beseitigung von hartnäckigen Verschmutzungen ist mit einer Autopolitur möglich. Machen Sie bitte vorher einen Test an einer unauffälligen Stelle.

HOLZWERKSTOFFE

Die Qualität eines Produktes ist grundsätzlich nicht davon abhängig, ob ein Möbel aus Holzwerkstoffen oder Massivholz besteht, sondern eher von der Qualität des Materialeinsatzes. Die altbewährten Werkstoffplatten (Spanplatten), mitteldichten Faserplatten (MDF), Sperrholz-, Dreischicht- oder Tischlerplatten sind von höchster Güte und Qualität. Ob mit Furnier, Folie oder lackierter Oberfläche: die Oberflächen sind äußerst stabil, weniger anfällig bei Temperaturschwankungen und vielfältig einsetzbar. Ihre Inhaltsstoffe sind auf gesundheitliche Unbedenklichkeit nach den strengen EG-Richtlinien geprüft und dokumentiert. Sie schonen damit auch die Umwelt und unsere natürlichen Ressourcen.

HUSSEN, ABNEHMBARE BEZÜGE

Bei abnehmbaren Sitzmöbelbezügen müssen einige Besonderheiten bei der Stoffzusammensetzung und bei der Reinigung beachtet werden: Sind sie chemisch reinigungsfähig? Sind sie waschbar und bei welchen Temperaturen? Meist auf jeden Fall nur höchstens bis 30 °C. Sie können, trotz Waschbeständigkeit, bei der Wäsche ein wenig einlaufen und sind dann schwerer oder bei Falschbehandlung gar nicht mehr aufziehbar

HYGIENE

Die Küche gehört zu den hygienisch sensibelsten Bereichen im Haushalt. Studien und Medienberichte zeigen: Nirgends sammeln sich so viele Keime, Bakterien, Pilze und Viren wie hier – insbesondere auf feuchten Oberflächen wie Küchenschwämmen, Putzlappen, in Abfalleimern, Kühlschränken, Abflüssen oder Silikonfugen. Gerade bei Putzlappen wird oft am falschen Ende gespart. Sie sind laut aktuellen Untersuchungen der größte Keimträger in der Küche – und sollten daher nicht dauerhaft verwendet werden.

EMPFEHLUNG: Tauschen Sie Ihre Putzlappen nach intensiver Nutzung sofort aus – spätestens jedoch zweimal pro Woche. Nur so lässt sich ein hygienisches Küchenumfeld dauerhaft sicherstellen.

INSTALLATION, ABWASSER UND SANITÄR

Hier ist bei der Küchenplanung besondere Vorsicht geboten. Es geht um Ihre Sicherheit und bei eventuellen Schäden um die Haftung. In Mietwohnungen sollten Sie unbedingt Einblick in die Baupläne und Konstruktion sowie Kenntnis über die verarbeiteten Materialien, die unter Putz verlegten Rohre, Elektroleitungen etc. und über die einzelnen Wandbeschaffenheiten haben. PVC-Rohre etwa können derzeit noch nicht mit Messgeräten erfasst werden. Legen Sie den Beratern bitte unbedingt aktuelle Verlege-und Installationspläne vor. Bei Abweichungen oder Folgeschäden können wir keine Haftung übernehmen.

KAMIN UND OFEN

Wenn Sie einen Dunstabzug mit Außenanschluss und eine offene Feuerstelle in der Küche oder in angrenzenden Wohnräumen haben, informieren Sie bitte Ihren Küchenspezialisten. Er plant dann mit Ihnen entsprechende Sicherheitseinrichtungen, die den einwandfreien Betrieb von Dunstabzug und Kamin- oder Kachelofen gewährleisten.

KERAMIK

Keramik oder genauer gesagt „Feinsteinzeug“ ist ein universeller Werkstoff für Möbel & Küche. Die Oberfläche ist glatt, hart und porendicht. Die Oberfläche ist geschmacks und geruchsneutral und chemikalienresistent gegenüber haushaltsüblichen Säuren oder Laugen. Nicht immer ist für Sie erkennbar, dass es sich um Feinsteinzeug handelt. Fragen Sie bitte Ihren Verkäufer, um welche Oberfläche es sich handelt. Spülbecken werden üblicherweise weiß oder farbig glasiert, Arbeitsplatten hingegen bleiben meistens unglasiert. Es gibt Keramikarbeitsplatten mit optischen Marmorstrukturen ebenso wie einfarbige, schneeweiße oder dunkle Oberflächen. Das Brennen der Keramik erfolgt bei über 1200 °C. Es gibt unterschiedliche Bauweisen von Keramikoberflächen: massive Platten, aber auch dünne Platten, die als „Sandwich“ in mehreren Schichten verklebt sind. Stellen Sie bitte keine heißen Töpfe und Pfannen auf die Keramikarbeitsplatte. Verwenden Sie bitte immer einen Topfuntersetzer. Die Keramik ist hart und daher spröde und stoß und bruchempfindlich. Vermeiden Sie immer ein hartes Anstoßen insbesondere an die Kanten der Keramikarbeitsplatte oder am Rand des Spülbeckens.

Weisen Sie bitte unbedingt fremde Handwerker, (z. B. den Gardinendekorateur oder Maler) daraufhin, niemals auf die Keramikoberfläche zu treten - es besteht Bruchgefahr! Arbeitsplatten sind grundsätzlich nicht zur Begehung freigegeben. Die Keramik ist weitestgehend kratzfest, aber ein Schneidebrett aus Holz oder Kunststoff sollte immer verwendet werden. Ansonsten kann es einen silberfarbigen Metallabrieb von den Messerklingen geben und die Messer verstumpfen schnell. Keramikmesser dürfen niemals direkt auf der Arbeitsplattenoberfläche benutzt werden, da diese die Oberfläche anritzen können. Verwenden Sie auch beim Fleischklopfen als Unterlage ebenfalls ein Schneidebrett. Keramikarbeitsplatten können Sie unbedenklich mit allen flüssigen Reinigern, aber auch mit feiner Scheuermilch bearbeiten. Verwenden Sie bitte keinen Stahlschwamm, sondern ausschließlich Kunststoffschwämme und Mikrofasertücher. Lesen Sie bitte die Gebrauchs- und Pflegeanleitung, die Ihnen bei der Abnahme der Küche übergeben wurde. Spezielle Pflegeanleitungen des Herstellers sind einzuhalten und haben Vorrang vor allgemeinen Pflegehinweisen. Fragen Sie bitte im Zweifel Ihren Küchen-Fachberater.

KERAMIKSPÜLBECKEN

Diese sind hitze- und kältebeständig, geschmacks- und geruchsneutral und chemikalienresistent gegenüber haushaltsüblichen Säuren oder Laugen. Genauere Angaben siehe Herstellerangaben. Beachten Sie auch, dass einige Modelle eine spezielle schmutzabweisende Beschichtung haben, die keine aggressiv Reiniger oder scheuernden Mittel verträgt.

KINDER UND KINDERMÖBEL

Kinder bereichern unser Leben – und stellen uns gleichzeitig vor besondere Anforderungen. Gerade Kleinkinder können Gefahren noch nicht richtig einschätzen und müssen daher besonders geschützt werden. Deshalb tragen wir als Erwachsene eine besondere Verantwortung bei der Auswahl und Nutzung von Möbeln – insbesondere im Kinderzimmer und in allen Wohnbereichen, die Kinder regelmäßig nutzen. In Haushalten mit kleinen Kindern spielt die Sicherheit der Einrichtung eine zentrale Rolle. Besonders dort, wo elektronische Geräte, Schranktüren, Schubladen oder bewegliche Auszüge vorhanden sind – z. B. in der Küche – gilt es, mögliche Gefahrenquellen frühzeitig zu erkennen und abzusichern. Schubladen sind keine Treppen und Schranktüren keine Turngeräte. Eine falsche Nutzung oder Überlastung kann zu Schäden am Möbelstück führen – und im schlimmsten Fall zu Verletzungen. Kindersicherungen, Kippsicherungen oder abschließbare Schubladen sind einfache, aber wirkungsvolle Maßnahmen. Ihr Möbel-oder Küchenspezialist hilft Ihnen gerne mit der passenden Ausstattung – z. B. auch mit Topfschutzgittern für Kochfelder oder kindersicheren Arzneimittelfächern.

Bei Kindermöbeln selbst ist auf geprüfte Qualität und zertifizierte Sicherheit besonders zu achten. Achten Sie beim Kauf auf Gütezeichen wie: das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit, das Goldene M der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel, Textilkennzeichnungen wie OEKO-TEX®®, sowie Umweltund Verbraucherschutzzertifikate wie Blauer Engel oder Stiftung Warentest. Diese Hinweise geben Ihnen verlässliche Orientierung in Hinblick auf Materialverträglichkeit, Standund Kippsicherheit, Belastungsgrenzen, Hygiene sowie spielgerechte Funktionalität im Alltag.

UNSER TIPP: Nehmen Sie sich beim Möbelkauf für Kinderzimmer oder Familienküchen bewusst Zeit für die Beratung. Fragen Sie gezielt nach Sicherungsmöglichkeiten, Belastungsgrenzen und Pflegehinweisen. Nur wer interessiert nachfragt, erhält auch die relevanten Informationen. Ihre Kinder verdienen diesen Schutz – und hochwertige Qualität zahlt sich in diesem Bereich immer aus.

KLEINGERÄTE

Kaffee und Espressomaschinen, Schnellkocher, Toaster, Eierkocher: Alle diese Geräte erzeugen im Betrieb Wärme und Feuchtigkeit. Betreiben Sie bitte diese Geräte niemals unterhalb der Wandhängeschränke oder in geschlossenen Schränken. Feuchtigkeitsniederschlag an den Schränken führt zu Schimmel und Quellschäden. Denken Sie bitte daran, dass eine Einbauküche in erster Linie ein Möbel ist und entsprechend schonend behandelt werden sollte.

KÜCHE ALLGEMEIN

Eine Küche muss fachmännisch montiert und funktionstüchtig sein. Nehmen Sie sich bitte genügend Zeit für die Planung. Denn Küchenarbeit bedeutet auch den Umgang mit hohen Temperaturen, Wasserdampf und Feuchtigkeit. Darüber hinaus können Lebensmittel starke Flecken verursachen, auch wenn heute viele Materialien eine hohe Beständigkeit gegen die meisten Beanspruchungen aufweisen. Verunreinigungen sollten Sie grundsätzlich sofort entfernen. Alle Funktionsteile benötigen einen gewissen Spielraum (Luft), der auch das optische Gesamtbild beeinflussen kann. Sprechen Sie darüber mit Ihrem Fachberater.

Sorgen Sie beim Kochen für ausreichende Be- und Entlüftung der Küche. Der Küchenraum muss angemessen beheizt werden, damit sich die warmen Dämpfe (Wrasen, Schwaden) nicht an den kalten Möbeloberflächen niederschlagen. Die Möbelbauteile sind in der Regel aus Holzwerkstoffen gearbeitet, die sensibel auf Feuchtigkeit reagieren. Benutzen Sie stets den Dunstabzug und stimmen Sie die Leistungsstufe auf Ihre individuellen Kochgewohnheiten ab. Reiben Sie nach dem Kochen den aufgetretenen Dampfbeschlag trocken. Verwenden Sie auf keinen Fall Lösemittel, Scheuerpulver, Topfkratzer etc. und Mikrofasertücher nur dann, wenn sie vom Hersteller freigegeben wurden. Nur saubere, weiche, nichtfusselnde Tücher oder Fensterleder verwenden, aber niemals Dampfreiniger, da die Oberfläche dadurch zerstört werden kann. Eine Aufarbeitung ist dann vielfach nicht mehr möglich.

ZU GUTER LETZT: Lesen Sie unbedingt die kompletten Herstellerangaben für alle Küchenteile, von der Arbeitsplatte bis zur Spülmaschine. Im Zweifelsfall fragen Sie Ihren Küchenspezialisten nach weiteren Informationen.

KÜHLSCHRANK

Achten Sie bitte auf das völlige Schließen der Gerätetüren. Sonst kann es zu ungewollter Tauwasserbildung und Quellschäden kommen. An der Innenrückwand Ihres Kühlschranks taut das Eis automatisch und das Wasser läuft durch einen Tauwasserablaufkanal unten zum Verdunsten ab.

PFLEGE: Reinigen Sie bitte alle vier Wochen diesen Ablauf z. B. mit einem flexiblen Pfeifenreiniger. Bitte keine harten Gegenstände wie Schraubenzieher oder Messer verwenden. Alle sechs Monate ist eine Grundreinigung fällig: Räumen Sie dazu das Gerät vollständig aus. Ein Verstopfen des Tauwasserablaufs führt zu stehendem Wasser im Gerät und Quellschäden an den Möbeln. Denken Sie bitte daran, dass eine Einbauküche in erster Linie ein Möbel ist und entsprechend schonend behandelt werden sollte.

KUNSTLEDER, LEDERNACHBILDUNGEN

Kunstleder ist ein Produkt mit eigenen typischen Eigenschaften. Da hier die Vielfalt und Qualität groß sind, empfehlen wir Ihnen eine fachliche Beratung und die Herstellerinformationen. Kunstleder ist häufig empfindlich gegen Cremes, Pflegelotionen, alkoholische oder säurehaltige Substanzen usw.. Sehr günstiges Kunstleder kann mit der Zeit vergilben oder durch Weichmacherverluste brüchig werden. Qualität hat auch hier ihren Preis.

Bei Kunstledern ist zu beachten, dass nicht zu häufig gereinigt wird, sondern die Nutzungsintensität angepasst und nur mit den dafür vorgegebenen Reinigungsprodukten gereinigt wird.

BESONDERER HINWEIS: Der häufigste Fehler, der mit Kunstleder passieren kann, ist der Einsatz von falschen, säurehaltigen Reinigungs- oder Desinfektionsmitteln etc. Kunstleder darf grundsätzlich nur mit den ausdrücklich für das jeweilige Produkt empfohlenen Mitteln behandelt werden.

ACHTUNG: Lederpflegemittel dürfen keinesfalls für Kunstleder verwendet werden!

KUNSTSTEINARBEITSPLATTEN UND RÜCKWÄNDE

Kunststein wird auch als Quarz-Composit bezeichnet. Darunter versteht man vor allem Arbeitsplatten und Nischenrückwände aus Gesteinsmehl, gemischt mit einem Bindemittel. Das fertige Produkt ist so hart wie Naturstein und hat den Vorteil, dass es porendicht ist. Außerdem lassen sich farbige Oberflächen herstellen, die die Natur nicht bieten kann. Kunststeinarbeitsplatten sollten Sie nur mit Neutralreiniger reinigen. Keine Imprägnierung auftragen.

KUNSTSTOFFBESCHICHTETE FRONTEN

Reinigen Sie Ihre kunststoffbeschichteten Fronten mit einem milden Neutralreiniger und reiben Sie diese anschließend trocken. Verwenden Sie niemals Glassprühreiniger. Dieser enthält als Lösemittel immer Alkohol (Spiritus), der die Kantenumleimer angreift und zu Quellschäden führt. Fragen Sie bitte Ihren Küchenspezialisten, ob der Hersteller besondere Pflegehinweise für die Oberflächen Ihrer Küche hat.

LACKE

DD-Lack ist ein Zwei-Komponentenlack für hohe Ansprüche. Er besitzt eine zähe Elastizität und ist daher speziell für Massivholzfronten geeignet. Er zeigt einen sehr guten Verbund mit dem Untergrund, hohe Elastizität gegenüber den natürlichen Bewegungen des Holzes, hohe Füllkraft und Bestwerte bei mechanischer und chemischer Beanspruchung. Für die Hochglanzlackierung von Küchenmöbelfronten werden heute in zunehmendem Maße wasserlösliche Lacke eingesetzt. Hochglanzoberflächen werden in bis zu fünf Arbeitsgängen aufgebaut und bieten eine hervorragende, dichte und pflegeleichte Oberfläche. Bei guten Hochglanzlacken wird die letzte Lackschicht zusätzlich poliert.

LACKLAMINAT

Lacklaminat ist eine moderne, hochwertige Oberfläche für Küchenfronten. Im Gegensatz zu klassischen Lackfronten, die aus mehreren Lackschichten bestehen, basiert Lacklaminat auf einem industriell aufgebrachten Lackfinish, das eine besonders gleichmäßige und widerstandsfähige Oberfläche bietet – wahlweise matt oder glänzend. Ein besonderer Vorteil vieler aktueller Lacklaminat-Oberflächen: Sie verfügen über eine Anti-Fingerprint-Beschichtung, die Fingerabdrücke und Verschmutzungen deutlich weniger sichtbar macht – vor allem bei matten Varianten.

PFLEGEHINWEIS: Bitte reinigen Sie Lacklaminat niemals mit Mikrofasertüchern oder rauen Gläserhandtüchern. Diese können die feine Oberfläche beschädigen oder stumpf erscheinen lassen. Verwenden Sie stattdessen ein weiches Baumwolltuch und lauwarmes Wasser – mehr braucht es in der Regel nicht.

TIPP: Wenn Sie sich unsicher sind, ob Ihre Küchenfront aus echtem Lack oder aus Lacklaminat besteht, fragen Sie am besten Ihren Küchen-Fachberater. Die Unterscheidung ist wichtig –

insbesondere bei der Reinigung.LACKOBERFLÄCHEN

Farbig lackierte Oberflächen, egal ob glänzend oder stumpf, reinigen Sie bitte nur mit einem milden Neutralreiniger. Anschließend trockenreiben. Um Verglänzungen zu vermeiden üben Sie dabei bitte keinen starken Druck aus. Ungeeignet sind alle lösungsmittelhaltigen Reiniger einschließlich Glassprühreiniger. Fragen Sie bitte Ihren Küchenspezialisten, um welche Oberfläche es sich bei Ihrer Küche handelt und ob der Hersteller besondere Pflegehinweise nennt.

LATTENROST

FEDERRAHMEN ODER FEDERHOLZRAHMEN Hier sollte auf jeden Fall eine Abstimmung zwischen Matratze, Federrahmen und Bettanlage sowie dem Nutzer erfolgen. Eine gute Schlafstätte ist der wichtigste Garant für einen erholsamen Schlaf. Lassen Sie sich fachmännisch beraten.

LEDER

Leder ist gelebte Natur, ein Naturprodukt und jede verarbeitete Tierhaut ist ein Unikat. Grundlage für die Fertigung und warentypischen Eigenschaften von Leder sind auch hier die geltenden EN und DIN-Normen sowie technische Regelwerke. Gute Informationen bietet die Broschüre „Möbel kaufen“ der Stiftung Warentest. Das Naturprodukt Leder ist sehr vielfältig und wird daher in den Herstellerinformationen genau beschrieben.

Beachten Sie daher unbedingt die einzelnen Informationen (z. B. Lederpass) sowie die Reinigungs- und Pflegehinweise des Herstellers. Je nach Lederart und -qualität erleben Sie dieses Naturprodukt mit mehr oder weniger sichtbaren Natur- und Wachstumsmerkmalen. In einer Lederhaut finden Sie die unterschiedlichsten Farb- und Strukturmerkmale. Sind diese Naturmerkmale verwachsen und die Oberfläche geschlossen, handelt es sich um charakteristische und „warentypische Eigenschaften“ des Naturprodukts Leder. Familien mit Kindern, Haustieren und reger Nutzung sollten pflegefreundliche Lederarten wählen. Zu beachten ist bei Leder, dass es sich durch Lichteinwirkung, Strahler etc. und besonders durch Sonnenlicht farblich, optisch und vom Griff her verändern kann. Nehmen Sie sich Zeit bei der Auswahl und lassen Sie sich bitte beraten. Auch extreme Lufttrockenheit während der Heizperioden kann Leder schädigen.

HIER DIE WICHTIGSTEN LEDERARTEN FÜR POLSTERMÖBEL: NUBUK-/ RAULEDER (MIT AUFGERAUTER OBERFLÄCHE) EIGENSCHAFTEN: Das edelste, hochwertigste und teuerste Leder. Wärmerer, weicherer Griff, hohe Atmungsaktivität. Nimmt Körperwärme sehr schnell an. Natur pur, besonders im Dicklederzustand.

EMPFINDLICHKEIT: Empfindlich, anfälliger für Verschmutzungen, nimmt trotzdem bei sofortiger Reinigung nichts Tragisches an.

ACHTUNG: Es kann ausbleichen; unbedingt vor direkter Sonne und Licht schützen.

PFLEGEAUFWAND: Regelmäßig pflegen, bekommt seine typische „Lederpatina“. Bitte beachten Sie die dem Produkt beigefügten Pflegeempfehlungen.

GEEIGNET FÜR: Hohe Ansprüche, für Lederliebhaber, jedoch mit allen Vor- und Nachteilen eines hochwertigen Naturprodukts; sorgsame Nutzung.

ANILINLEDER VEREDELT - KEINE OFFIZIELL GELTENDE LEDERBEZEICHNUNG:

EIGENSCHAFTEN: Sehr hochwertiges Semi-Anilin-Leder, mit einer sehr geringen Zurichtung (Beschichtung) für einen Oberflächenschutz. Wärmerer und weicherer Griff, gute Atmungsaktivität.

EMPFINDLICHKEIT: Die Oberfläche ist leicht zugerichtet und weniger empfindlich. Flecken und Verschmutzungen sofort entfernen. Vor direkter Licht und Sonneneinstrahlung schützen.

PFLEGEAUFWAND: Regelmäßig und je nach Nutzungsintensität pflegend, bekommt im Gebrauch eine typische „Lederpatina“. Bitte beachten Sie die dem Produkt beigefügten Pflegeempfehlungen.

GEEIGNET FÜR: Hohe, gehobene Ansprüche und trotzdem durch die leichte Veredelung mit guter Gebrauchstauglichkeit.

SEMI-ANILINLEDER, LEICHT IMPRÄGNIERT EIGENSCHAFTEN:

Durch die Zurichtung (Beschichtung) weniger atmungsaktiv im Vergleich zu naturbelassenem Leder. Erwärmt sich langsamer; je nach Qualität, anschmiegsam und weich.

EMPFINDLICHKEIT: Weniger empfindlich. Gute Lichtechtheitswerte.

PFLEGEAUFWAND: Relativ gering (feucht abwischen); je nach Nutzung etwa 1–3 Mal pro Jahr pflegen. Bitte beachten Sie die dem Produkt beigefügten Pflegeempfehlungen.

GEEIGNET FÜR: Normale bis gehobene Ansprüche, trotzdem pflegefreundlich.

NUBUK-/ RAULEDER (MIT AUFGERAUTER OBERFLÄCHE) EIGENSCHAFTEN:

Weich, warm und anschmiegsam; nimmt Körperwärme sehr schnell an, sehr gute Qualität.

EMPFINDLICHKEIT: Verschmutzungsempfindlich, bleicht aus, kann im Laufe der Jahre fleckig werden (Patina). Bitte beachten Sie die dem Produkt beigefügten Pflegeempfehlungen.

PFLEGEAUFWAND: Regelmäßig pflegen (2–3 Mal pro Jahr).

GEEIGNET FÜR: Sorgsame Nutzung, weniger geeignet für Haushalte mit Kindern oder Haustieren.

SPALTVELOURS

EIGENSCHAFTEN: Darf die Bezeichnung „Echt Leder“ führen; weich, warm, atmungsaktiv. Preisgünstigste Rindlederqualität.

EMPFINDLICHKEIT: Verschmutzungsempfindlich, bleicht schnell aus. Kann fleckig werden (Patina), geringere Reißfestigkeit.

PFLEGEAUFWAND: Hoch, regelmäßig pflegen; 2–3 Mal pro Jahr. Bitte beachten Sie die dem Produkt beigefügten Pflegeempfehlungen.

GEEIGNET FÜR: Sorgsame Nutzung. Eignet sich weniger für Gebrauchsflächen; bei Verwendung auf Spannteilen und im Korpusbereich muss es als Spaltleder gekennzeichnet sein.

GEDECKTES BZW. BESCHICHTETES SPALTLEDER

EIGENSCHAFTEN: Darf die Bezeichnung „Echt Leder“ führen, kaum atmungsaktiv, erwärmt sich nur langsam, wirkt kühl, weniger anschmiegsam und weich, geringste Qualität. Nicht sehr reißfest.

EMPFINDLICHKEIT: In pigmentiertem Zustand relativ strapazierfähig. Geringer Komfort, da weniger atmungsaktiv. Fester bis harter Griff.

PFLEGEAUFWAND: Gering; 1 Mal pro Jahr pflegen. Bitte beachten Sie die dem Produkt beigefügten Pflegeempfehlungen.

GEEIGNET FÜR: Gebrauchsflächen; bei Verwendung auf Spannteilen oder im Korpusbereich muss es als Spaltleder gekennzeichnet sein.

BLANKLEDER

EIGENSCHAFTEN: In unterschiedlichen Oberflächenausführungen, je naturbelassener die Oberfläche, desto empfindlicher. Pigmentiert hat es eine gute Lichtbeständigkeit, erwärmt sich langsam, mittlere Atmungsaktivität, fester Griff.

EMPFINDLICHKEIT: Weniger empfindlich.

PFLEGEAUFWAND: Je nach Oberfläche, aber nicht sehr hoch. Bitte beachten Sie die dem Produkt beigefügten Pflegeempfehlungen.

GEEIGNET FÜR: Wird häufig als selbsttragendes Leder (ohne Polsterung) für Stuhlund Sesselbespannungen eingesetzt.

BESONDERER HINWEIS: Bedenken Sie bitte immer, dass auch Leder durch starke Lichteinwirkung, insbesondere Sonne, ausbleicht und bei dauerhafter Nähe zu eingeschalteten Heizkörpern austrocknet, porös und brüchig wird. Leder braucht je nach Art und Qualität sowie Nutzungsgrad auf jeden Fall regelmäßige Reinigung und Pflege. Bei hartnäckigen Problemen fragen Sie bitte einen Spezialisten. Beachten Sie vor allem die Anweisungen des Herstellers.

LEGERE UND BESONDERS LEGERE POLSTERUNGEN:

Bei der Polsterung und den im Gebrauch entstehenden Veränderungen in Optik und Sitzkomfort gibt es die häufigsten Missverständnisse. Lassen Sie sich bitte unbedingt beraten und sitzen Sie ausgiebig Probe. Die fachliche Beschreibung für Polsterungen in Anlehnung an RAL-GZ 430 „Legere Polsterung“: Weicher, lockerer Polsteraufbau, bei dem eine modellbedingte oder gestalterisch gewünschte Faltenbildung der Bezüge warentypisch ist. Eine „besonders leichte Polsterung“ zeichnet sich durch eine sehr bequeme und weiche Oberfläche aus. Diese wird z. B. durch Inlett mit diversen Füllungen erzielt. Im Polsteraufbau handelt es sich meist um einen Schaumkern bzw. Schaumkissen als Grundpolsterung. Die Bezüge können bereits im Neuzustand oder nach dem ersten Gebrauch ein deutlich sichtbares Wellenbild auf Sitz, Brücken und Armlehnen zeigen, welches design-, material- und konstruktionsbedingt gewünscht ist und sich gebrauchsabhängig verstärken wird.

Daher sind Wellen-, Mulden- oder Faltenbildung je nach Nutzungsintensität unvermeidbar. Um eine gleichmäßige Optik zu erreichen, empfiehlt die Stiftung Warentest nicht nur einen „Lieblingsplatz“, sondern regelmäßig alle Polsterteile möglichst gleichmäßig zu benutzen. Lose und aufgelegte Sitz oder Rückenkissen und Polsterungen müssen je nach Nutzungsintensität regelmäßig aufgeschüttelt, aufgeklopft und glatt gestrichen werden, ggf. täglich; sogenannter Kopfkissen oder Federbetteffekt – dies wird als notwendige Unterhaltspflege bezeichnet.

Wenn Sie diese legere Optik nicht mögen oder gar ablehnen, sollten Sie sich für „straff“ gepolsterte Sitz und Liegemöbel mit einem vorgespannten Bezug entscheiden. Die korrekte Beurteilung im Beanstandungsfall und der Umgang mit Toleranzen wird, je nach Hersteller, in der DIN und RAL GZ 430/4 geregelt.

LICHTECHTHEIT

Die „Lichtechtheit“ eines Materials beschreibt seine Widerstandsfähigkeit gegenüber der Einwirkung von Licht. Halogenlicht und besonders das Sonnenlicht können die Oberflächen verändern, wenn man sie zu lange einer zu starken Bestrahlung aussetzt.

Schützen Sie also eine wertvolle Küche vor extremer Lichteinwirkung. Denn eine „absolute“ Lichtechtheit, d.h. eine völlige Unempfindlichkeit gegenüber Licht, lässt sich materialbedingt nicht erreichen. Auch Naturhölzer oder andere natürliche Stoffe wie z. B. Lacke können durch eine länger andauernde, intensive Lichteinwirkung ausbleichen, nachdunkeln, vergilben, reißen oder schrumpfen. Besondere Vorsicht ist daher gerade in hellen Südzimmern mit großen Glasflächen geboten. Bei zu starker Sonneneinstrahlung sollten die Vorhänge oder Jalousien möglichst geschlossen werden. Auf die Gebrauchsfähigkeit oder die Lebensdauer des Möbels haben diese „Mutationen“ aber kaum einen Einfluss. Die richtige Pfege Ihrer Möbel ist auch hier wieder besonders wichtig.

LIEFERUNG UND MONTAGE:

Bitte achten Sie darauf, dass am Tag der Lieferung Ihrer Möbel die Zugangswege zu dem Bestimmungsort problemlos für die Montage erreichbar sind und eine Parkmöglichkeit für deren Lieferfahrzeuge besteht. Bei der Erstmontage Ihres Möbels werden die Möbel und Funktionsteile eingestellt. Diese können sich jedoch nach dem Einräumen bzw. Beladen oder im Laufe der Zeit wieder verändern und eventuell fachmännisch nachjustiert werden. Dienstleistungen dieser Art sind in der Regel kostenpflichtig.

LUFTFEUCHTE

siehe Raumtemperatur und Luftfeuchte

MASSIVHOLZ

Massivholz wird auch als Vollholz bezeichnet. Dabei werden massive Bretter zu Rahmentüren und Arbeitsplatten verleimt. Massivholz ist ein seit Jahrhunderten bewährtes und besonders hochwertiges und langlebiges Produkt. Alte Bauernmöbel werden traditionell aus massivem Holz hergestellt. Holz ist ein lebendiges Produkt – auch nach der Verarbeitung: Quellen und Schwinden etwa sind warentypische Eigenschaften! Viele Hölzer haben natürliche Wuchseigenschaften, die ebenfalls eine warentypische Eigenschaft sind und keinen Grund für eine Reklamation darstellen. Dazu zählen z. B. bei der Eiche der „Spiegel“ (sog. „Markstrahlen“, schmale glänzende Streifen), bei amerikanischem Kirschbaum die „Gums“ (dunkle Harzeinschlüsse) und bei Kernesche und Kernbuche die Farbverläufe, die nicht immer in der Bemusterung vorher erkennbar sind. Massivholz ist aber auch durchaus anspruchsvoll. Denn es braucht, ebenso wie der Mensch, ein spezielles Raumklima. Lassen Sie sich von Ihren Küchenspezialisten entsprechend beraten.

MASSIVHOLZARBEITSPLATTEN

Benutzen Sie hier bitte ebenfalls immer ein Schneidebrett sowie einen Topfuntersetzer für heiße Töpfe, um Brandstellen zu vermeiden. Massivholzarbeitsplatten müssen regelmäßig mit einem silikonfreien Möbelöl eingerieben werden. So erzielen Sie bei regelmäßiger Anwendung eine widerstandsfähige und seidig glänzende Oberfläche.

EIN SICHERHEITSHINWEIS: Beachten Sie bitte, dass in Leinöl getränkte Baumwolllappen selbstentzündlich sind und nur in einer geschlossenen Blechdose aufbewahrt werden dürfen.

MASSIVHOLZTÜREN

Massivholztüren in Form von farblos oder farbig lackierten Möbelfronten dürfen nur mit einem lauwarmen Spülwasser abgewischt und sollten danach sofort trockengewischt werden.

MATTE OBERFLÄCHEN

Matte Möbel und Küchenfronten sowie Arbeitsplatten wirken modern und elegant, benötigen aber besondere Pflege. Leichte Verschmutzungen, Fingerabdrücke oder Reinigungsstreifen sind auf matten Oberflächen oft stärker sichtbar. Reinigen Sie solche Flächen regelmäßig mit einer milden, neutralen Reinigungslösung. Wischen Sie anschließend nebelfeucht nach und trocknen Sie mit einem weichen, sauberen Tuch. Bitte verzichten Sie auf Mikrofasertücher, Scheuermittel oder alkoholhaltige Reiniger – diese können die Oberfläche beschädigen oder aufrauen.

WICHTIG: Wird ein Reinigungsmittel falsch dosiert oder nicht vollständig entfernt, können Rückstände entstehen, die sich mit der Zeit zu einem schwer entfernbaren Film aufbauen. Beachten Sie daher immer die Pflegehinweise des Herstellers. Für spezielle Anforderungen bieten einige Hersteller abgestimmte Reinigungsmittel für die tägliche und gelegentliche Intensivreinigung an.

Sofern Sie eine Oberfläche mit der sogenannten Anti-Fingerprint-Oberfläche haben, beachten Sie bitte die Hinweise dazu.

MIKROFASERTÜCHER UND RADIERSCHWÄMME

Mikrofasertücher und Radierschwämme dürfen niemals auf echtem Hochglanzlack, Hochglanzlacklaminatoder Acrylfronten benutzt werden: Beide schleifen und zerstören den Glanz irreparabel.

MATRATZEN

EIGENSCHAFTEN „Wie man sich bettet, so liegt/schläft man.“, sagt ein altes Sprichwort. Etwa 25 bis 30 % unseres Lebens verbringen wir mit Schlafen, einer wichtigen Regeneration unseres Körpers. Matratzen und Bettanlagen spielen dabei eine ganz wesentliche Rolle. Einer der wichtigsten Teile der Bettanlage ist die Matratze. Im Beratungsgespräch muss daher auf eine passende, individuell auf Sie abgestimmte Qualitätsabstimmung von Matratze, Bettanlage, Federholzrahmen und Bettbezügen geachtet werden. Die ergonomische Wirkung einer Bettanlage hängt maßgeblich von dieser Abstimmung ab.

Da es hier äußerst viele Materialien und Qualitätsunterschiede gibt, bitten wir Sie, sich besonders ausführlich informieren und beraten zu lassen. Denn: Ihr Bett ist Ihre ganz persönliche „Kraftquelle Schlaf“, deren Abstimmung auf Ihre Bedürfnisse ganz individuell ist. Matratze, Bezugsmaterialien und deren Verträglichkeit (für Allergiker) müssen deshalb ganz auf Sie persönlich abgestimmt sein. Gewicht, Körpergröße und Ihre Schlafgewohnheiten sind dabei besonders zu berücksichtigen. Sind Sie Bauch-, Rücken- oder Seitenschläfer? Schwitzen Sie leicht? Dann lassen Sie sich bitte ausführlich beraten und liegen Sie ausgiebig zur Probe.

Zu den Nutzungseigenschaften von Matratzen gehören auch die übliche Belastbarkeit und eine sachgerechte Nutzung. Dies ist je nach Qualität und evtl. in Verbindung mit Funktionsteilen sehr unterschiedlich. Deshalb sind die Herstellerangaben zu den maximalen Belastbarkeitsgrenzen und der damit verbundene allgemeine Wissensstand unbedingt zu berücksichtigen.

Bei Qualitätsprüfungen nach den Normen für Matratzen und Polsterbetten für den allgemeinen Wohnbedarf wird von einem durchschnittlichen Benutzergewicht von 110 kg ausgegangen. Für Matratzen sind die Qualität, der verwendete Materialmix, die Matratzendicke und die Bauhöhen sehr wichtig. Lassen Sie sich bitte beraten, ob auch bei höheren Gewichtsansprüchen Sonderanfertigungen etc. möglich sind. Schlafzimmer sollen immer gut belüftet sein, und die Luftfeuchtigkeit sollte, wie im Wohnraum, zwischen 40 % und 55 % liegen, um Schimmel oder Stockflecken zu vermeiden. Vor allem in den Sommermonaten kann ein Mensch über Nacht ca. 0,5 Liter Flüssigkeit abgeben. Daher sollten Sie jeden Tag nach dem Schlafen der Matratze die Möglichkeit geben, die Feuchtigkeit zu regulieren, ohne dass Sie über Tags Ihre Decke auf das Fußteil zurückschlagen.

Die Unterhaltspflege ist deshalb besonders wichtig. Regelmäßiges Wenden, Lüften und Abtrocknen der Bettwaren sollte selbstverständliche Pflicht sein. In Bettkästen muss eine ausreichende Be- und Entlüftung gewährleistet sein. Regelmäßiges Drehen und Wenden, auch die Kopfseite gegen die Fußseite, ist für die Regeneration der Materialien wichtig und verhindert Kuhlen oder Wellenbildung und vorzeitige Alterungserscheinungen. Je nach Benutzer (Größe, Gewicht usw.) ist im Laufe der Zeit jedoch eine gewisse Kuhlen-/Mulden-Wellenbildung unvermeidbar. Matratzen sollten schon allein aus hygienischen Gründen ca. alle 8 bis 10 Jahre ausgetauscht werden.

Maßtoleranzen bei Matratzen, Lattenrosten und Bettenmaßen von ca. 2 cm sind normativ bereits im Neuzustand üblich und bei industrieller Fertigungstechnik unvermeidbar.

METALLTEILE:

Bei Oberflächen aus Metall, wie gebürstetem oder glattem Edelstahl oder Aluminium, verchromt, beschichtet oder eloxiert, sind Struktur- und Farbabweichungen aufgrund unterschiedlicher Produktionschargen typisch und nicht zu vermeiden. Dies gilt nicht nur für Bestellungen bei unterschiedlichen Herstellern, z. B. bei Elektrogeräten, sondern auch für zeitversetzte Produktionsdaten. Neben den Elektrogeräten haben auch viele Möbel und Einrichtungsgegenstände sichtbare Metalloberflächen, die sich bewährt haben: lackierte Metalle, eloxiert, poliert oder gebürstet, verchromt, versilbert und vergoldet usw. Sie finden je nach Design in vielfältigen Teilbereichen Verwendung. Dabei kann es materialbedingt auf den Metalloberflächen zu optischen Erscheinungen wie Schlieren, Wellen, feinsten Schleifspuren, kleinen Pickelpunkten, Orangenhauteffekten oder Schweißpunkten kommen. Je nach Lichteinfall durch Kunstlicht, Tageslicht oder nach Standort sind sie mehr oder weniger deutlich sichtbar. Ist eine Oberfläche geschlossen (durchgehend versiegelt, ohne Spuren von nachträglichen Einflüssen), handelt es sich um eine fertigungsbedingte und meist warentypische Eigenschaft bei einer industriellen Fertigung und hat auf Gebrauch, Nutzen und Lebensdauer keinen Einfluss.

Beurteilt wird die Optik im Zweifelsfall nach den Prüfkriterien und Sichtprüfungen in Anlehnung an DIN und RAL GZ 430, z. Zt. der Produktion. Metallteile müssen entgratet und glatt sein und dürfen keine scharfen Ecken oder Kanten aufweisen.

FÜR DIE PFLEGE ALLER METALLOBERFLÄCHEN GILT: Beachten Sie in jedem Fall die Empfehlungen des Herstellers. Anderenfalls verwenden Sie eine leichte Spülmittellösung, auf keinen Fall Alkohol, Putz oder Scheuermittel. Anschließend trocken reiben. Verchromtes oder vernickeltes Metall pflegt man mit den dafür vorgesehenen handelsüblichen Metallreinigern, danach wieder trocken reiben.

Siehe auch: Belastbarkeit, bestimmungsgemäße Verwendung, Herstellerangaben, Oberflächen, Produktinformation.

MIKROFASERTÜCHER

Hier hält die Werbung leider nicht immer, was sie verspricht. Nicht alles, was zum Staubwischen oder zur Reinigung von Chrom, Edelstahl, Metall, Spiegel und Glas angeboten wird, ist auch gut für Möbel. Deshalb raten wir vorsichtshalber und aus unserer Erfahrung heraus, keine trockenen Mikrofasertücher für Möbel und Küchenoberflächen, auf Hochglanz, Polstermöbelbezüge, z. B. in Leder, Kunstleder oder Stoffen aller Art zu benutzen. Weiche, saubere Handtücher wie Geschirrtücher oder Fensterleder sind dafür bestens geeignet, vor allem in Verbindung mit den richtigen Reinigungs- und Pflegemitteln. Im Bedarfsfall beachten Sie bitte dazu die Herstellervorgaben oder fragen Sie die Fachleute.

MIKROWELLENGERÄT

Verwenden Sie niemals Metallgeschirr oder solches mit Goldrand. Dieses kann das Gerät dauerhaft beschädigen. Mineralstoffarbeitsplatten (Corian – geschützter Markenname DuPont)

Mineralstoffarbeitsplatten bestehen auch aus einem Gesteinsmehl mit einem höheren Zusatz von Acryl. Sie besitzen den einzigartigen Vorteil, dass sie völlig fugenlos eingebaut werden können. Spülbecken aus dem gleichen Werkstoff können somit nahtlos integriert werden. Diese sind nur bedingt hitzebeständig. Mit einem Topfuntersetzer vermeiden Sie Brandstellen und Verfärbungen

PFLEGE: Die Platten und Spülen aus Mineralstoff bitte nur mit Neutralreiniger reinigen. Kleine Kratzer können Sie mit einem harten Schleifschwamm und etwas Scheuerpulver auspolieren. Zur Grundreinigung verwenden Sie bitte nur die vom jeweiligen Hersteller empfohlenen Mittel.

MINERALSTOFFSPÜLBECKEN

Auch sie sind nur bedingt hitzebeständig. Stellen Sie deshalb keine heißen Pfannen und Töpfe zum Abkühlen auf die Spüle.

MÖBELOBERFLÄCHEN ALLGEMEIN

Da die Auswahl an Möbeloberflächen (Holzwerkstoffe, Nachbildungen aus Kunststoff oder Druck, Kunststofffolien, Lacklaminat, Echtholzfurnier, Massivholz, Metall, Glas usw.) sowie deren evtl. Oberflächenbeschichtung, z. B. aus Lacken (transparent oder farblich) und Folien oder Naturmaterialien wie Öl, Wachs oder Seife, mannigfaltig ist, sind bei jedem dieser Materialmixe unterschiedliche Stärken und Schwächen warentypisch.

Achten Sie bitte auf die genauen Materialbezeichnungen und Gebrauchshinweise – im Zweifel fragen Sie bitte nach. Sie selbst können am besten einschätzen, wie stark Ihre Möbel benutzt oder Geräte in Anspruch genommen werden. Schönheit, Eleganz, Naturprodukte oder Preis bedeuten nicht gleichzeitig hohe Strapazierfähigkeit und Lebensdauer. Alle Oberflächen verändern sich im Laufe der Zeit mehr oder weniger durch UV bzw. Sonneneinwirkung. Bei lackierten Oberflächen kann es zu chemischen Reaktionen und Lackschäden kommen.

Kunststoffe sind hier den Naturmaterialien evtl. überlegen, auch hinsichtlich ihrer Reinigungsund Pflegefreundlichkeit. Zu Massivholz oder „Natur pur“ gehört auch eine persönliche Einstellung. Lassen Sie sich deshalb von unseren Fachleuten zum Pflegeaufwand beraten, z. B. Fleckempfindlichkeit, Hitzeempfindlichkeit usw. Beurteilt wird die Optik im Zweifelsfall nach den Prüfkriterien und Sichtprüfungen in Anlehnung an DIN und RAL GZ 430. Eine leichte Patina ist im Laufe der Zeit und je nach Nutzung unvermeidbar.

Achten Sie bitte darauf, dass keine heißen, schweren, scharfkantigen oder feuchten Gegenstände auf hochwertige Möbeloberflächen gestellt werden, die Druckstellen oder Ränder verursachen können. Verschüttete säurehaltige Flüssigkeiten wie Fruchtsäfte und Alkohol bitte sofort abtupfen und nicht eindringen lassen. Niemals mit größerem Druck auf einer Stelle reiben.

Auch Tabakrauch, Küchendünste, Reinigungsgeräte, Umwelteinflüsse und die tägliche allgemeine Nutzung hinterlassen ihre Spuren. Kleine „Macken“ bleiben deshalb nicht aus. Damit Ihre Möbel lange Zeit schön bleiben, müssen sie regelmäßig gepflegt werden. Die Oberflächenpflege erfordert ein wenig Aufwand, dafür haben Sie aber viele Jahre Freude an Ihren Möbeln.

MÖBELBESCHLÄGE, MÖBELSCHLÖSSER

Möbelbeschläge sind zentrale Funktionselemente, die einzelne Bauteile miteinander verbinden – entweder starr, wie bei Korpusverbindungen, oder beweglich, wie bei Schubladen, Drehtüren, Klappen oder Schiebetüren. Insbesondere Bewegungsbeschläge – etwa Scharniere, Auszugsführungen oder Klappenbeschläge – bestehen aus beweglichen und justierbaren Elementen. Diese ermöglichen eine präzise Ausrichtung der Fronten, sind aber aufgrund ihrer Konstruktionsweise auch anfällig für geringfügige Veränderungen – insbesondere in der Anfangsphase der Nutzung.

Solche Veränderungen sind warentypisch und entstehen durch: Belastungen im Gebrauch, Materialverhalten (z. B. bei Holzwerkstoffen), oder durch Setzbewegungen des Möbels. Daher sind Nachjustierungen, Einstellarbeiten oder kleinere Korrekturen keine Mängel, sondern Bestandteil des üblichen Inspektionsbedarfs. Sie dienen dazu, die Funktionssicherheit dauerhaft zu gewährleisten und mögliche Folgeschäden, z. B. durch sich lösende Fronten, zu vermeiden. Auch Möbelschlösser, egal ob mit einem oder mehreren Schließpunkten, werden im Werk korrekt eingebaut und eingestellt. Doch auch hier kann es zu Veränderungen kommen: Türen aus Holzwerkstoffen können sich geringfügig verziehen oder durch Staub und Verschmutzungen kann ein Schloss schwergängig werden.

In solchen Fällen empfehlen sich: eine fachgerechte Nachjustierung, ggf. die Behandlung mit Graphitpulver, oder das Korrigieren der Schließdorne, etwa bei

STANGENSCHLÖSSERN.

Beachten Sie hierbei bitte immer die Herstellerhinweise – oder ziehen Sie im Zweifelsfall einen Fachbetrieb hinzu.

MÖBELPOLITUR UND SILIKONPFLEGEMITTEL

Diese schaden Ihren Möbeln. Silikonspuren sind nur schwer wieder zu entfernen.

NACHBILDUNGEN, FOLIEN, DEKORE UND KUNSTSTOFFE

Die Rechtsprechung gibt jetzt Aufklärung für Verbraucher und klare Vorgaben für Möbelbezeichnungen. Korrekt ist z. B. „Buche-Nachbildung“, „Schiefer-Nachbildung“ etc. Andere Begriffe oder Bezeichnungen gelten als irreführend. Die Auswahl und ständige Neuentwicklungen auf dem Markt sind sehr vielfältig. Lesen und beachten Sie bitte deshalb die Herstellerhinweise und Produktinformationen.

NACHKÄUFE

Bei Nachkäufen, Ergänzungskäufen oder Ersatzteilen kann es bei industrieller Serienproduktion fertigungsbedingt zu Material-, Farb- oder Maßabweichungen kommen. Bitte prüfen Sie dieses vor Kaufabschluss

NATURMATERIALIEN

Die in einem Möbelhaus angebotenen Naturmaterialien (Holz, Leder, Naturstein usw.) sind grundsätzlich immer einmalige „Unikate“, wie wir Menschen auch. Es gibt keine zwei absolut gleichen Naturprodukte. Je nach Materialart variiert die Farbe und Struktur unterschiedlich stark, auch innerhalb eines Möbelstücks (z. B. von links nach rechts). Alle Materialoberflächen bleiben nicht neu und verändern sich je nach Standort, Lichtverhältnissen, Nutzungsintensität, Pflege und Alter. Zu Produkten aus oder mit Naturmaterialien zählen vor allem alle Holzarten, massiv oder furniert, Holzwerkstoffe, Natursteine und Granit, Rattan oder Bambus, Leder, Stoffe und auch Produkte, die mit Naturapplikationen kombiniert sind. Solche Materialien haben teilweise auch einen längeren, warentypischen Eigengeruch.

NATURSTEINE

siehe Granit

NEUBAU – GEBÄUDE

In Neubauten herrscht bei Erstbezug in der Regel aufgrund noch nicht ausgetrockneter Baufeuchte eine extrem hohe Boden und Wandfeuchtigkeit. In diesem Zustand dürfen Möbelteile nicht unmittelbar oder großflächig vor Wänden aufgestellt oder an Wänden montiert werden, sondern erst nach ordnungsgemäßer Austrocknung sämtlicher Böden und Wände. Hier hilft es vielfach, die Räume entsprechend zu beheizen, damit alles schneller trocknet. Ansonsten kann es schnell zu Feuchtigkeitsschäden, Aufquellen von Materialien oder gesundheitsschädlichen Schimmelpilzbildungen bzw. Stockflecken kommen. Nord und Westseiten von Gebäuden sind besonders kritisch. Im Zweifelsfall wenden Sie sich unbedingt an den Vermieter oder Bauträger. Bei einer zu hohen Wandfeuchte sollte unbedingt für eine ausreichende Luftzirkulation in den Räumen und hinter den Möbelteilen gesorgt werden. In diesem Zustand sollten keine Einbauküchen und Einbauschränke montiert werden. Unbedenklich sind im Jahresdurchschnitt 18 bis 23 °C und eine relative Luftfeuchtigkeit von 40 bis 65 %, was einer Baufeuchte bei Gipsputz unter ca. 0,4 % entspricht.

NEUTRALREINIGER

Neutralreiniger erfüllt zur täglichen Reinigung seinen Zweck, sofern es sehr sparsam dosiert wird. Eine zu hohe Konzentration hinterlässt nur schwer entfernbare Schichten. Wichtig ist auch immer mit ausreichend Wasser nachwischen und Möbelteile dann unbedingt rundherum trockenwischen, um Schäden zu vermeiden.

NIEDRIGENERGIEHAUS

Wenn Sie ein Niedrigenergiehaus planen oder bewohnen und eine Umluftlösung planen oder betreiben, beachten Sie unbedingt die erforderliche Lüftung zur Entfeuchtung des Raumes um Schimmelbildung zu vermeiden.

WICHTIG: Auch in Niedrigenergiehäusern ist die Abluft erlaubt und erfordert nur etwas Planungskompetenz.

OBJEKTMÖBEL – GEWERBLICHE NUTZUNG

Objektmöbel werden konstruiert und gefertigt für die Nutzung in der Gastronomie, in Geschäftsräumen, vermieteten Ferienwohnungen, Hotels, Restaurants, Kliniken, Reha-Einrichtungen und Pflegeheimen etc. In Objektbereichen sind teilweise andere rechtliche sowie sicherheitstechnische Aspekte zu beachten, z. B. der Brandschutz. Die Anforderungen – d. h. Qualitäts und Nutzungseigenschaften – an Möbel und Einrichtungsgegenstände in Objektbereichen sind teilweise höher als in allgemeinen Wohnbereichen. Bitte unbedingt die Produktinformationen des Herstellers beachten und ggf. den Berater und Händler dazu kontaktieren. Zu Ihrer Sicherheit muss bestätigt werden, dass diese Möbel objektgeeignet sind. Werden Möbel für den Gebrauch in privaten Haushalten verwendet, gilt die Nutzung als nicht bestimmungsgemäß.

OFEN

siehe Kamin und Ofen

ÖLBEHANDELTE UND GEWACHSTE OBERFLÄCHEN

Beachten Sie bitte grundsätzlich die Herstelleranweisungen zum Produkt! Achten Sie bitte auch darauf, dass auf den hochwertigen Möbeloberflächen keine heißen, schweren, scharfkantigen oder feuchten Gegenstände abgestellt werden, denn diese könnten Ränder oder Druckstellen hinterlassen. Säurehaltige Flüssigkeiten wie Fruchtsäfte oder Alkohol sollten Sie bei Verschütten sofort abtupfen, um ein Eindringen zu vermeiden. Keinesfalls mit starkem Druck auf der Stelle reiben. Tabakrauch, Küchendünste, Überhitzungen und andere Umwelteinflüsse hinterlassen Spuren.

Um bei Ihrem Möbel trotz häufigem Gebrauch und starker Nutzung Aussehen und Qualität zu erhalten, ist eine regelmäßige Pflege insbesondere auch der Oberfläche sehr wichtig. Für die Langzeitpflege benutzen Sie am besten Spezialöl oder Wachs. (Diese meist weitgehend naturbelassenen Mittel riechen oft unterschiedlich stark.) Verwenden Sie die Mittel zum Auffrischen vor oder nach der Heizperiode, insgesamt aber höchstens ein bis zweimal pro Jahr.

Fettlösliche Glasreinigungsmittel dürfen bei der Glas- und Spiegelreinigung nicht mit geölten Oberflächen in Kontakt kommen. Bitte säubern Sie vor dem Nachölen oder Nachwachsen zuerst die Oberfläche. Auf keinen Fall mit irgendeinem „Reiniger“ an die Produkte gehen. Probieren Sie die entsprechenden Reinigungsmittel am besten zuerst an einer nicht sichtbaren Stelle aus. Im Zweifelsfall empfiehlt es sich, vorher fachmännischen Rat einzuholen.

PFLEGE

In der Küche ist Pflege nur bei bestimmten Materialien erforderlich, etwa bei geölten oder gewachsten Echtholzoberflächen sowie bei einigen Naturstein-Arbeitsplatten. Diese benötigen in regelmäßigen Abständen geeignete Pflegemittel, um ihre Schutzwirkung aufrechtzuerhalten und die natürliche Optik zu bewahren.

Bei allen anderen Küchenmaterialien – insbesondere bei modernen Kunststoff-, Lack- oder Laminatoberflächen – reicht eine regelmäßige Reinigung in der Regel aus. Eine zusätzliche Pflege ist hier nicht vorgesehen und kann je nach Produkt sogar schädlich sein.

Bitte beachten Sie stets die produktspezifischen Pflege- und Gebrauchsanweisungen des Herstellers. Bei Unsicherheiten hilft Ihnen Ihr Küchenfachberater gern weiter.

PILLING (KNÖTCHENBILDUNG AUF STOFFEN)

Überwiegend bei Flach- oder Mischgeweben kann es bei Bezug-/Stoffen anfänglich zu Pilling/Knötchenbildung kommen. Sie entsteht meist durch Reibung mit Fremdtextilien, mit denen der Benutzer auf dem Polstermöbel sitzt. Häufig handelt es sich dabei fast ausschließlich um Fremdpilling, aber auch Eigenpilling stellt aufgrund warentypischer Eigenschaften keinen Materialfehler im normativ gezogenen Rahmen dar. Mit speziellen Fusselrasierern können nach Herstelleranleitung die Pillen sorgfältig und problemlos entfernt werden, ohne dass der Bezugsstoff Schaden annimmt.

PLANUNG UND LIEFERUNG

Für eine fehlerlose und unproblematische Montage sind präzise Maß- und Bedarfsangaben sehr wichtig! Das betrifft die Tür-, Treppen und Gangbreite ebenso wie den Hinweis, ob es einen Aufzug gibt und in welchem Stockwerk Sie wohnen. Wichtige Fragen sind hier zum Beispiel: Sind die Steckdosen und Lichtschalter richtig verlegt? Hält die Wand das spätere Gewicht der Möbel, Hängeschränke, Wandborde etc. wirklich aus? Zu berücksichtigen ist auch, dass Böden, Wände und Decken meist nicht völlig eben sind. Dies muss bei der Montage beachtet und angepasst oder ausgeglichen werden. Gibt es kurzfristige Änderungen in den Räumlichkeiten, sollten Sie dies dem Verkäufer und Monteur rechtzeitig mitteilen.

Der Raum und auch der Zugang, in bzw. durch den Küchenmöbel geliefert werden, muss begehbar und leer sein. Für Fremdmöbel oder sonstige von Ihnen zugelieferte Teile übernehmen wir keine Garantie oder Gewährleistung.

POLSTERBETTEN

Polsterbetten sind konstruktiv darauf ausgerichtet, dass sie flächig belastet werden. Achten Sie daher bitte darauf, dass niemand auf Ihren Polsterbetten und -möbeln herumspringt. Lose oder gefüllte Kissen müssen regelmäßig und je nach Nutzungsintensität glatt gestrichen und aufgeklopft bzw. geschüttelt werden, ggf. täglich (Federbett und Kopfkisseneffekt. Bei gepolsterten Bettkopfteilen ist je nach Bezugsart auf die Eigenschaften wie bei Stoff, Leder, Kunstleder sowie die entsprechenden Reinigungs- und Pflegehinweise zu achten.

POLSTERKISSEN, LOSE POLSTERUNGEN U.Ä.

Bei Polsterkissen, Steppdecken, Steppmatten oder gesteppten Vliesstoffen können sich die abgesteppten Inletts (Füllungen, meist in rechteckiger oder quadratischer Form) auf dem Bezugsstoff, auf Leder oder sonstigen Textilarten abzeichnen. Dies sind warentypische Eigenschaften. Legere Polsterung, besonders einfache Polsterung, und lose oder gefüllte Kissen müssen je nach Nutzungsintensität regelmäßig glatt gestrichen und aufgeklopft bzw. geschüttelt werden, ggf. täglich (Kopfkisseneffekt).

POLSTERMÖBEL UND POLSTERTEILE ALLGEMEIN

Polstermöbel bestehen, außer dem Gestell, aus weichen und verformbaren Materialien. Achten Sie beim Kauf von Polstermöbeln nicht nur auf die Optik, sondern auch auf Ihre eigenen Erwartungen an das Produkt. Polstermöbel bzw. Sitzmöbel für den Wohnbereich sind gemäß den normativen Anforderungen auf ein Benutzergewicht von maximal 110 kg ausgelegt. Es gibt jedoch auch spezielle Sitzmöbel, die auf Personen mit einem höheren Nutzergewicht und größerem Platzbedarf ausgelegt sind. Bitte informieren Sie sich und Ihren Berater beim Kauf. Wir unterscheiden bei einer Polsterung zwischen „straff“, d. h. mit einer weitgehend glatten Polsterung und Bezug, und „legerer“ bzw. „besonders legerer“ Polsterung. Bei den Letzteren handelt es sich um eine weiche, knautschige Verarbeitung, die konstruktiv und designbedingt gewollt ist. Hier zeigen sich schon im Neuzustand Wellen oder Fältchen und Kuhlen im Bezugsmaterial. Diese verstärken sich durch Ihre Nutzung und sind typische Eigenschaften. Durch eine regelmäßige Unterhaltspflege (Aufklopfen der Polsterung und Ausstreichen der Bezüge) verlängern Sie die Langlebigkeit und verlangsamen den Alterungsprozess.

Achten Sie darauf, dass niemand auf Ihren Polstermöbeln herumspringt. Bitte beachten Sie die Produktinformationen des Herstellers. Polstermöbel für den Wohnbereich sind laut Stiftung Warentest auf eine tägliche Benutzung von ca. 3 bis 5 Stunden ausgelegt. Auch die ungleiche Benutzung von Lieblingsplätzen und markanten Sitzplätzen führt zu abweichender Abnutzung, was oft unterschätzt wird. Deshalb sollten Polstermöbel waagerecht ausgerichtet sein und gerade stehen. Bei Unebenheiten des Fußbodens oder durch Teppiche muss ausgeglichen bzw. unterlegt werden.

PORZELLAN UND STEINGUTGESCHIRR

Diese haben häufig an der Unterseite raue, unglasierte Standringe, die zu Kratzschäden an der Arbeitsplatte führen können. Schieben Sie deshalb Ihr Porzellan oder Steingutgeschirr nicht auf der Arbeitsplatte hin und her.

PRODUKTINFORMATIONEN

siehe Bedienungsanleitungen und Produktinformationen

RATTANMÖBEL

Aus Naturmaterialien hergestellte Flechtmöbel müssen gekennzeichnet sein, damit sie sich auch für den Außenbereich eignen. Die Oberflächen dürfen im Neuzustand und bei sachgerechter Nutzung keine Beschädigungen an Textilien hinterlassen. Sie bedürfen keiner besonderen Pflege und werden abgestaubt oder mit einer weichen Polsterdüse abgesaugt. Achten Sie bei diesen Möbelstücken unbedingt auf die notwendige Luftfeuchte, die nicht zu gering sein darf, da sonst das Produkt austrocknet und das Natur-Rohrgeflecht versprödet und bricht. Bei Bedarf sollte das Rohrgeflecht zwischendurch feucht abgewischt werden, um dem Austrocknen und Verspröden entgegenzuwirken. Flechtmöbel aus Kunststoff sind pflegefreundlich und häufig auch zeitweise für den Außenbereich geeignet. Bitte beachten Sie die Herstellerbeschreibungen.

RAUMTEMPERATUR UND LUFTFEUCHTE

Ein gesundes Raumklima ist nicht nur für unser Wohlbefinden wichtig, sondern auch für die Werterhaltung Ihrer Möbel. Holz und Holzwerkstoffe sind hygroskopisch, das heißt, sie nehmen Feuchtigkeit aus der Raumluft auf und geben sie wieder ab. Extreme Schwankungen bei Temperatur und Luftfeuchtigkeit können daher zu Verformungen, Rissbildungen, Quellungen oder Schrumpfungen an Möbelteilen führen. Ideal für Wohn- und Schlafräume ist ein Raumklima zwischen 18 und 23 °C bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 45–55 %. Dauerhaft zu trockene Luft – beispielsweise durch Heizungsluft im Winter – kann dazu führen, dass Massivholzteile reißen oder Furniere sich ablösen. Umgekehrt kann eine zu hohe Luftfeuchte, wie sie etwa bei unzureichender Lüftung entsteht, zu Schimmelbildung führen und Beschläge oder Verbindungsteile rosten lassen.

Besondere Vorsicht ist in Neubauten, renovierten Räumen oder während der Wintermonate geboten. Hier sollte regelmäßig gelüftet und bei Bedarf ein Luftbefeuchter oder Luftentfeuchter eingesetzt werden, um ein stabiles Raumklima sicherzustellen.

REINIGUNG MÖBEL UND KÜCHENMÖBEL – WAS SIE BEACHTEN SOLLTEN

Eine gepflegte Wohnung beginnt mit der richtigen Reinigung. Ähnlich wie bei der täglichen Körperpflege beim Menschen hinterlässt auch der normale Gebrauch in der Wohnung, speziell in der Küche Spuren, die regelmäßig entfernt werden sollten. Dabei gilt: Wer Verschmutzungen frühzeitig und schonend beseitigt, erhält die Optik und Funktion seiner Küche dauerhaft.

GRUNDREGELN FÜR ALLE OBERFLÄCHEN: Für die tägliche Pflege eignen sich milde, handelsübliche Neutralreiniger oder pH-neutrale Haushaltsreiniger. Diese sollten immer verdünnt und sparsam eingesetzt werden. Besonders empfindliche Materialien wie Holz, Lack, Kunststoff oder Folienfronten verlangen nach sanfter Behandlung – aggressives Schrubben oder stark wirkende Reiniger schaden mehr als sie nutzen.

Bei stärkeren Verschmutzungen kann der Reiniger kurzfristig (maximal eine Minute) einwirken. Anschließend sollten alle Flächen gründlich mit klarem Wasser nachgewischt und sorgfältig getrocknet werden. Rückstände von Reinigungsmitteln können sonst Schlieren, Flecken oder dauerhafte Beläge verursachen.

WAS SIE VERMEIDEN SOLLTEN: Verwenden Sie keine Mikrofasertücher, sofern der Hersteller sie nicht ausdrücklich freigibt.

Nicht reiben oder schrubben – besonders nicht auf einer Stelle. Tupfen Sie Verschmutzungen lieber vorsichtig ab.

Keine silikonhaltigen Möbelpolituren – sie hinterlassen unsichtbare Schichten, die die Oberfläche verändern können. Lösungsmittel wie Benzin, Terpentin, Fleckenentferner oder Aceton sind tabu. Auch Dampfreiniger dürfen auf Möbeloberflächen nicht verwendet werden. Glasreiniger nur dann benutzen, wenn dieser explizit rückstandsfrei ist – die meisten Produkte sind dafür nicht geeignet.

Geschirrspülmittel ist kein Universalreiniger – es sollte, wenn überhaupt, nur sehr sparsam dosiert werden.

TIPP: Sollte es doch einmal zu hartnäckigen Flecken oder Rückständen kommen, wenden Sie sich an Ihren Küchenfachberater oder den Hersteller. Viele Marken bieten speziell abgestimmte Reinigungsprodukte an – auch für die Grundreinigung oder spezielle Oberflächen wie Anti-Fingerprint.

SCHARNIERE

Die heute üblicherweise selbstschließenden Türscharniere der Küchen, sog. Topfbänder, sind weitgehend wartungsfrei. Falls Sie ein Knarren oder eine Schwergängigkeit feststellen, können Sie zur Behebung ein harzfreies Sprühöl verwenden. Bitte die Türen nicht auseinander bauen: fehlerhaft montierte oder justierte Türscharniere können ausreißen und jemanden verletzen.

SCHICHTSTOFF

Schichtstoff wird auch Laminat oder HPL genannt und eignet sich besonders für Küchenarbeitsplatten. Er ist in hohem Maße hitzebeständig, kratzbeständig und chemikalienbeständig. Schichtstoff ist ein hochwertiges und seit Jahrzehnten bewährtes Produkt. Bei Arbeitsplatten aus Schichtstoff oder Laminat bitte immer ein Schneidebrett verwenden. Feuchtigkeit und Nässe an Fugen und Kanten der Arbeitsplatten bitte sofort abwischen. Keine heißen Töpfe und Pfannen direkt auf der Platte abstellen. Wenn Wasser überläuft, bitte auch sofort die Unterseite der Arbeitsplatte abwischen, um Quellschäden zu vermeiden!

SCHIEBETÜREN

Bei der Planung sind evtl. unterschiedliche Gewichte und eine verstärkte Wandbefestigung erforderlich. Die Schränke müssen bei der Montage unbedingt gerade ausgerichtet sein, damit die Türen problemlos laufen. Prüfen Sie, ob sich durch die Belastung beim Öffnen und Schließen Veränderungen ergeben haben, denn dann müssen die Beschläge justiert werden. Reinigen Sie bitte einmal jährlich die Hänge- und Gleitschienen mit einem trockenen Tuch, ohne jedoch die notwendigen Schmierstoffe zu entfernen. Die übrigen Teile sind wartungsfrei. Die Fronten sowie Holz-oder Kunststoffteile sollten nach Herstellerangaben gereinigt und gepflegt werden.

SCHIMMEL

Schimmel findet sich hauptsächlich an der Außenwand und ist oft ein Zeichen falscher Klimatisierung. Die häufigsten Ursachen von Schimmelbildung sind zu hohe Luftfeuchte, zu geringe Zimmertemperatur auf Grund unzureichender Beheizung, kein Gebrauch des Dunstabzugs und zu wenig Lüften. Bei Neubauten etwa besteht immer die Gefahr einer zu hohen Luftfeuchtigkeit. Lassen Sie deshalb ggf. bei der Montage der Küche die Sockelblenden vorläufig weg, um eine bessere Luftzirkulation zu erreichen. Lassen Sie sich auf jeden Fall von Ihrem Küchenspezialisten beraten, wie Sie Schäden an einer neuen Küche vermeiden können.

SCHUBLADEN UND AUSZÜGE

Die Schubladen und Auszüge sind heute wartungsfrei und werden gemäß der DIN-Norm für 40.000 Benutzungen bei Küchen getestet. Sie dürfen nicht überlastet werden. Hier gilt als Faustregel: nicht mehr als 30 kg Belastung je Schublade, oder die Angabe des Herstellers. Das ist die Höchstgrenze, sofern es sich nicht um besonders gekennzeichnete Schwerlastauszüge handelt. Die heutigen Führungsschienen sind wartungsfrei und müssen nicht geschmiert werden. Staub und Schmutz sollte bei Bedarf abgesaugt werden. Wenn Sie sich nicht sicher sind, fragen Sie bitte Ihren Küchenspezialisten.

SICHERHEIT

Bei mechanischen und elektronischen Geräten und Bauteilen ist grundsätzlich besondere Vorsicht geboten. Das gilt für

STOFFE, TEXTILE BEZÜGE

DIE WICHTIGSTEN ARTEN VON TEXTILE POLSTERBEZÜGEN SIND:

Material Vorteile

schöne Optik, weil viele Arten von Garnen und Flachgewebe Farben ideal kombiniert werden können

Hohe bis sehr hohe Haltbarkeit, leicht zu Webvelours reinigen, vor allemnmit synthetischen Fasern

Zählt zu den Velours. Chenille Sehr weicher Griff mit Hoch-Tief-Effekten

Flockvelours Sehr haltbar, strapazierfähig, preisgünstig

Mikrofaserstoffe Edle Optik, ähnlich Rauleder, weicher Griff. (Wirbelvliese) Strapazierfähig und pflegefreundlich

Bei den sogenannten “Nachteilen” handelt es sich um allgemein bekannte “warentypische Eigenschaften” meist optischer Art, die auf Gebrauch, Nutzen und Lebensdauer keinen wesentlichen Einfluss haben. Die Auswahl an den gesamten textilen Bezugs- und Dekorationsmaterialien sowie unterschiedlicher Qualität ist sehr groß. Hier gibt es immer neue Materialvarianten. Bitte informieren Sie sich vor dem Kauf genau über Qualität, Nutzungsangaben, warentypische Eigenschaften, Umweltnachweise, Reinigung und Pflege. Die Auswahl an den gesamten textilen Bezugsmaterialien und unterschiedlichen Qualitäten ist sehr groß. Treffen Sie die Auswahl bitte nicht nur nach „Schönheit“, Haptik und Optik, sondern nach Ihren individuellen Bedürfnissen, Ihrer Haushaltsgröße, Nutzungsintensität, Kindern, Haustieren, Wohnlage, Lichtund Sonneneinwirkung etc. Dazu gehören die ausführlichen Produktinformationen sowie die Reinigungs- und Pflegeanweisungen der Hersteller, die unbedingt zu beachten sind.

ACHTUNG: Dekostoffe und -materialien haben nur eine eingeschränkte Nutzung. Nehmen Sie sich bitte ausreichend Zeit für die Beratung und Produktinformation, denn der Bezug ist das Gesicht Ihres Polstermöbels.

Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Die Herstelleranweisungen sind genau zu beachten. Bei elektronischen Geräten wie Induktionskochfeldern oder Mikrowellengeräten sind bei sachgerechter Anwendung keine gesundheitlichen Risiken zu erwarten. Bei dem Betrieb von Induktionskochfeldern sollten Sie jedoch mit Ihrem Arzt Rücksprache halten, wenn Sie einen Herzschrittmacher älterer Bauart besitzen. Elektro- und elektronische oder sanitäre Arbeiten dürfen nur von autorisiertem Fachpersonal ausgeführt werden. Hier sind unter allen Umständen die Angaben der Hersteller, aber auch die Hinweise der Monteure zu beachten. Befinden sich Kinder im Haushalt, dürfen solche Elektro- oder Funktionsteile nicht unbeaufsichtigt bleiben.

SILIKONFUGEN

Silikonfugen sind immer Wartungsfugen. Wenn dauerelastische Silikonfugen schimmeln oder sich lösen, ist eine Erneuerung notwendig. Das ist eine warentypische Eigenschaft und somit kein Grund für eine Reklamation. Nach fünf Jahren Gebrauch sollten Sie die Silikonfugen kontrollieren. Fragen Sie dazu bitte Ihren Küchenspezialisten.

Nachteile

nicht so haltbar wie Velours sowie Mikrofasern, neigt zu Pillingbildung (Knötchenbildung)

eingeschränkte Mustervielfalt Sitzspiegel können auftreten Changiert je nach Blickwinkel, Nahtbild und Lichteinfall, Sitzspiegel möglich, neigt vereinzelt zu Pilling Empfindlich gegen Lösungsmittel, angenehmer Griff Sitzspiegel können auftreten Kann Patina bekommen, Rückstände von Gebrauchsspuren, Körperfett, Glanz oder dunkle Stellen

SITZ- UND LIEGEHÄRTEUNTERSCHIEDE

Konstruktionsbedingte Sitzhärteunterschiede sind durch die unterschiedlichen geometrischen Formen bei Sofalandschaften, Polsterbetten oder Funktionssofas aufgrund der industriellen Serienfertigungen unvermeidbar. Beim Schaumstoff kann es bereits im Neuzustand aus fertigungstechnischen Gründen zu größeren, normativ begrenzten Toleranzen kommen. Nur bei maß- und formgleichen Polsterteilen sind die Sitz- oder Rückenhärten im Neuzustand weitgehend einheitlich.

SOLITÄRMÖBEL – EINZELMÖBEL

Damit sind einzeln gefertigte Kommoden, Konsolen und ähnliche Möbel gemeint. Auch bei Herstellern hochwertiger Möbel werden diese Teile meist nicht auftragsbezogen gefertigt oder furniert. Hier kann es je nach Material oder Holzart zu leichten Farb- und Strukturunterschieden kommen. Aus Sicherheitsgründen gegen Kippen empfehlen wir, eine Wandbefestigung vorzunehmen.

SONDERFARBEN, SONDERBEIZTÖNE

Eine „absolute“ Farb-und Strukturgleichheit bei Sonderanfertigungen ist fertigungstechnisch bei industrieller Fertigung nicht möglich.

SPÜLEN

Die am häufigsten eingesetzten Materialien für Spülen sind Edelstahl, Keramik und Verbundwerkstoffe. Die Reinigungsund Pflegehinweise entnehmen Sie den Herstellerangaben. Bei Edelstahl kann es bereits nach relativ kurzer Nutzung zu einer typischen Patina im Spülbecken mit leichten Kratzern kommen. Dies ist kein Beanstandungsgrund, sondern warentypisch und hat auf Gebrauch und Lebensdauer keinen Einfluss. Bei Verbundwerkstoffspülen kann es je nach Nutzung gelegentlich zu Grauschleierbildungen kommen, die in den meisten Fällen auf Kalkanhaftungen zurückzuführen sind und die Sie mit den jeweiligen Pflegeanleitungen des Herstellers säubern können.

SPÜLMASCHINEN

Spülmaschinen während des Betriebs nicht öffnen, um keinen Dampf an Ihre Möbel gelangen zu lassen. Warten Sie nach Ende des Spülvorgangs bitte mindestens 20 Minuten und öffnen Sie erst dann die Maschine, um Quellschäden an der Arbeitsplatte zu vermeiden. Am besten lassen Sie das Gerät vollständig abkühlen, das verbessert das Trockenergebnis. Denken Sie bitte daran, dass eine Einbauküche in erster Linie ein Möbel ist und entsprechend schonend behandelt werden sollte.

STAHLWOLLE UND TOPFKRATZER

Beides sind unsachgemäße Pflegemittel und zerstören die wertvollen Oberflächen einer Einbauküche. Steingutgeschirr siehe Porzellan und Steingutgeschirr

STRAFFE POLSTERUNG

Bei einem geringeren Anteil der Polstermöbelproduktion aus industrieller Fertigung werden feste und glatte Polsterungen bei Polstermöbeln, Stühlen und Bänken gewünscht.

Straff: Polsteraufbau, bei dem durch konstruktive Maßnahmen (vorgespannte Polsterung) die Wellenbildung der Bezüge weitgehend vermieden wird (Quelle: DIN 68871). Konstruktions oder modellbedingte Züge, z. B. an Rundungen oder Raffungen, sind design- oder konstruktionsbedingt (Quelle: Güteund Prüfbestimmungen RAL GZ 430/4).

Das Gegenteil sind die mit Abstand am häufigsten verkauften Polsterarten: Legere und besonders legere Polsterung. Bei straffer Polsterung wird der Bezug produktionsbedingt an den Polsterecken meist in Falten gelegt, um die dreidimensionale Formgebung ausführen zu können. Je nach Elastizität und Stärke des Bezugsmaterials entstehen größere oder kleinere Falten, ggf. mit Wellen, die nicht vermeidbar sind und keinen Qualitätsmangel darstellen. Es handelt sich dabei um „warentypische Eigenschaften“.

STÜHLE/TISCHE ALLGEMEIN

Ein Stuhl ist keine Stehleiter oder Schaukel, ein Tisch ist kein Sitzmöbel. Leider passieren in den Haushalten diesbezüglich immer wieder Unfälle oder es kommt zu Materialschäden. Aus Sicherheitsgründen weisen wir auf die Kipp- oder Bruchgefahr durch unsachgemäße Nutzung hin. Vor allem in Haushalten mit kleinen Kindern sollten Sie solche Hinweise beachten. Bei Nichtbeachtung können wir keinerlei Haftung übernehmen.

THERMOPLASTE

Der Handelsbegriff für Thermoplaste ist „Folienfront“. Thermoplaste sind heute als Küchenmöbeloberfläche nicht mehr wegzudenken. Die Oberflächen reichen von samtmatt bis hochglänzend. Die Reinigung dieser Oberflächen erfolgt wie bei den matten Oberflächen.

TOPPER FÜR MATRATZEN

Als Topper werden im Bettensystem zusätzlich auf Matratzen aufgelegte Komfortauflagen bezeichnet. Ein Topper ist keinesfalls ein Teil einer Matratze oder ein Matratzenersatz, sondern eine zusätzliche Ergänzung für den individuellen Liege- oder Schlafkomfort. Topper-Materialien sind meist aus profiliertem Kaltschaum, Memoryschaum, Latex oder Gel etc. gefertigt. Solche Materialien können Ihren Schlaf- und Liegekomfort noch einmal deutlich erhöhen. Wie hart oder weich ein viskoelastischer Topper ist bzw. wird, hängt von der Körpertemperatur und von der Temperatur des Raumes ab. Ein neuer Topper benötigt mindestens 24 Stunden, um sich der Zimmertemperatur anzupassen. Er reagiert auf Temperaturschwankungen und kann sich bei niedrigen Temperaturen etwas zusammenziehen.

Bei neu gelieferten Toppern oder in den Wintermonaten ist dies besonders zu beachten. Bevorzugt man eine kühle, ungeheizte Umgebung, so kann sich ein viskoelastischer Topper härter anfühlen als beim Probeliegen in der geheizten Ausstellung. Zudem kann der Viscoschaum selbst Wärme speichern, weshalb ein solcher Topper für leicht transpirierende Menschen nicht immer ideal ist. Sie können darin leichter schwitzen, und es kann sich ein Wärmestau bilden. Bitte informieren Sie sich ausgiebig dazu.

BESONDERER HINWEIS: Bei Toppern bilden sich unmittelbar nach dem „Einliegen“ Kuhlen und Wellen. Das ist produkt- und materialbedingt und daher eine unvermeidbare, warentypische Eigenschaft. Zur einfacheren Reinigungs- und Unterhaltspflege empfehlen wir, Topper-Auflagen einzeln in das Bettsystem einzufügen.

TISCHLERPLATTE

Dies ist eine Mehrschichtplatte aus nebeneinander stehenden Holzleisten. Die Außenlagen sind oftmals Edelholzfurnier, ein besonders hochwertiges Produkt.

TOLERANZEN

Toleranzen sind zulässige, technisch vorgesehene Abweichungen in Maßen, Oberflächen oder Farben. Sie entstehen unvermeidbar durch Fertigung, Materialverhalten und Montagebedingungen – auch bei größter Sorgfalt.

Solche Abweichungen sind kein Mangel, sondern entsprechen dem Stand der Technik. Sie dienen der Funktion, Passgenauigkeit und Belastbarkeit und sind in Normen und Richtlinien klar geregelt. Wer Möbel in Handarbeit oder industriell fertigt, kann nicht jeden Millimeter exakt gleich herstellen – das ist technisch weder möglich noch sinnvoll.

FAZIT: Toleranzen sichern Qualität – und gehören zum Möbelbau einfach dazu.

TV, AUDIO UND COMPUTERANLAGEN

Die Montage sollte von autorisiertem Fachpersonal durchgeführt werden. Hier ist unbedingt auf eine ausreichende Luftzirkulation für hitzeabsorbierende Elektro- und Elektronikteile zu achten, denn bei Überhitzung kann es zu schwerwiegenden Folgeschäden bis zum Brand kommen.

UNTERHALTSREINIGUNG

Die Unterhaltsreinigung ist die verpflichtende und regelmäßig erforderliche Reinigung Ihrer Möbel und Küche zur Erhaltung der dauerhaften Nutzbarkeit. Bitte beachten Sie unbedingt die Herstelleranweisungen zum Produkt! Es ist sehr wichtig, dass Sie Verschüttetes wie Fruchtsaft oder Alkohol mit einem saugfähigen Küchenpapier oder Tuch abtupfen. So verhindern Sie, dass die Flüssigkeiten in die Oberfläche eindringen. Bitte keinesfalls auf der Stelle reiben oder silikonhaltige Möbelpflegemittel verwenden. Vermeiden Sie eine Behandlung der Stellen mit Lösungsmitteln wie z. B. Fleckenentferner, Terpentin, Benzin.

WARTUNG

Regelmäßige Wartungsintervalle gehören zu den Sorgfaltspflichten und sind – wie für ein Auto – auch für Möbel notwendig. Das kann auch Fugen, Silikonverbindungen und Ähnliches betreffen. Fugen sind grundsätzlich immer Wartungsfugen. Nutzungsbedingt kommt es zu Veränderungen an Möbeloberflächen und beweglichen Möbelbauteilen, deshalb sollten Sie bitte die Montage-, Gebrauchs- und Pflegeanleitungen der Hersteller beachten.

Siehe auch: Reinigung und Pflege.

WASSER

Vermeiden Sie ein Überlaufen von Wasser an der Arbeitsplatten-Vorderkante und an den Fugen. Wischen Sie übergelaufenes Wasser bitte sofort weg. Dadurch verhindern Sie Quellschäden und für Ihre Gesundheit gefährdenden Schimmel. Besonders gilt dies für den Bereich rund um das Spülbecken.

WASSERBETTEN

Wasserbetten haben besondere Eigenschaften und Schlaffunktionen und benötigen eine spezielle Behandlung und Pflege. Darüber hinaus müssen aufgrund des Gewichts der Stellplatz und sicherheitstechnische Dinge unbedingt beachtet werden. Unbedingt die Produktinformation, Herstellerhinweise und die Sicherheitsbestimmungen beachten.

WELLEN UND KUHLENBILDUNG BEI BETTSYSTEMEN

Wie bei allen weichen und verformbaren Polsterungen gibt es auch in den Bettsystemen mehr oder weniger große Veränderungen in Optik und Liegeeigenschaften. Das hängt – wie im allgemeinen Teil beschrieben – maßgeblich von der Qualität, dem Aufbau und den Nutzungseigenschaften der einzelnen Personen ab. Egal, bei welchen Systemen: Veränderungen im Gebrauch gibt es grundsätzlich immer und sind häufig bereits nach kurzer Zeit sicht- oder spürbar. Das hat auf den weiteren Gebrauch, Nutzen, die Funktion oder die Lebensdauer wenig Einfluss. Bettsysteme werden täglich ca. 6–8 Stunden genutzt. Deshalb muss das Bettsystem auf Sie persönlich abgestimmt sein. Die allgemein bekannten und vorgeschriebenen Sorgfaltspflichten, Hygiene, Reinigungs- und Pflegehinweise sowie das Drehen und Wenden der Matratze sind hier ganz besonders wichtig.

Siehe auch: die jeweilige Herstellerbeschreibung. Im Beanstandungsfall bei Kuhlen oder Wellenbildung muss normengerecht geprüft werden. Vorgabe im Regelwerk RAL- GZ 430/5 Betten, z. Zt. und Matratzenprüfprotokoll RAL-GZ 430 Anhang 17 Seite 042, Ausgabe 2019. Der Topper als Komfortauflage oder zusätzliche Decke darf hier nicht einbezogen werden.

WELLEN UND KUHLENBILDUNG BEI POLSTERMÖBELN

Polstermöbel bestehen, außer dem Gestell, aus weichen und verformbaren Materialien. Achten Sie beim Kauf von Polstermöbeln nicht nur auf die Optik, sondern auch auf Ihre eigenen Erwartungen an das Produkt. Polstermöbel bzw. Sitzmöbel für den Wohnbereich sind gemäß den normativen Anforderungen auf ein Benutzergewicht von maximal 110 kg ausgelegt. Es gibt jedoch auch spezielle Sitzmöbel, die auf Personen mit einem höheren Nutzergewicht und größerem Platzbedarf ausgelegt sind. Bitte informieren Sie sich und Ihren Berater beim Kauf. Wir unterscheiden bei einer Polsterung zwischen „straff“, d. h. mit einer weitgehend glatten Polsterung und Bezug, und „legerer“ bzw. „besonders legerer“ Polsterung. Bei den Letzteren handelt es sich um eine weiche, knautschige Verarbeitung, die konstruktiv und designbedingt gewollt ist. Hier zeigen sich schon im Neuzustand Wellen oder Fältchen und Kuhlen im Bezugsmaterial. Diese verstärken sich durch Ihre Nutzung und sind typische Eigenschaften.

Durch eine regelmäßige Unterhaltspflege (Aufklopfen der Polsterung und Ausstreichen der Bezüge) verlängern Sie die Langlebigkeit und verlangsamen den Alterungsprozess. Achten Sie darauf, dass niemand auf Ihren Polstermöbeln herumspringt. Bitte beachten Sie die Produktinformationen des Herstellers.

Polstermöbel für den Wohnbereich sind laut Stiftung Warentest auf eine tägliche Benutzung von ca. 3 bis 5 Stunden ausgelegt. Auch die ungleiche Benutzung von Lieblingsplätzen und markanten Sitzplätzen führt zu abweichender Abnutzung, was oft unterschätzt wird. Deshalb sollten Polstermöbel waagerecht ausgerichtet sein und gerade stehen. Bei Unebenheiten des Fußbodens oder durch Teppiche muss ausgeglichen bzw. unterlegt werden.

WERKZEUGE UND ZUBEHÖR

Bitte nur die vom Hersteller vorgeschriebenen Beschläge, Werkzeuge und Materialien verwenden. Beachten Sie auch Montagevorgaben, wie z. B. Drehmomente bei Verschraubungen. Bei Nichtbeachtung erlischt in der Regel die Haftung, Gewährleistung und Garantie. Im Zweifelsfall fragen Sie die Fachleute.

Auch nachträglich gekaufte Zubehörteile müssen zum Produkt passen und fachgerecht montiert werden. Bei weiteren Fragen schlagen Sie bitte unter den jeweiligen alphabetisch geordneten Stichpunkten und Warengruppen nach.

100 Jahre Möbel Neust
© Made with by Martin Tappe